Zuletzt aktualisiert: 14. Januar 2026

Geschätzte Lesezeit: 19 Min.

Die Bundesregierung startet 2027 ein neues Altersvorsorgeprodukt. Das Altersvorsorgedepot kombiniert ETF-Investments mit staatlicher Förderung. Anders als bei der Riester-Rente entfällt die Kapitalgarantie, dafür winken höhere Renditen durch Aktieninvestments. Die Reform soll vor allem junge Menschen ansprechen, die bisher auf private Altersvorsorge verzichten.

Das neue Produkt verspricht Einfachheit. Keine komplizierten Versicherungsverträge mehr. Stattdessen ein simples Depot, gefüllt mit breit gestreuten ETFs. Der Staat beteiligt sich mit 30 bis 35 % an deinen Einzahlungen. Für Kinder gibt es zusätzlich eine Frühstart-Rente mit hohen Zulagen. Klingt verlockend, hat aber auch Haken.

Zusammenfassung

Das Altersvorsorgedepot startet am 01.01.2027 und bringt eine grundlegende Änderung in der staatlichen Förderung. Anders als bei Riester mit festen Zulagen arbeitet das neue System mit proportionaler Förderung. Der Staat zahlt 30 bis 35 % deiner Einzahlungen als Zuschuss, maximal 480 € pro Jahr in der ersten Phase. Später steigt die Obergrenze auf 540 €. Für Kinder gibt es die Frühstart-Rente mit bis zu 300 € jährlicher Förderung.

Die wichtigsten Unterschiede zu Riester auf einen Blick:

  • Keine Kapitalgarantie: Dein eingezahltes Kapital ist nicht geschützt. Marktrisiko trägt allein der Sparer. Das erhöht die Renditechancen, kann aber auch Verluste bedeuten.
  • Proportionale Förderung: Wer mehr spart, bekommt mehr Zuschuss. Bei 1.500 € Einzahlung und 30 % Förderung sind das 450 € vom Staat. Bei Riester wären es maximal 175 € Grundzulage gewesen.
  • ETF-basiert: Nur bestimmte Aktien-ETFs sind zugelassen. Keine Versicherungsprodukte, keine Banksparpläne. Das senkt die Kosten deutlich.
  • Einfacher Wechsel: Riester-Sparer können ihren Vertrag ins neue Depot übertragen. Die Zulagen bleiben erhalten, die Beitragsgarantie entfällt.

Die Reform richtet sich an alle, die mehr Kontrolle über ihre Altersvorsorge wollen. Angestellte mit mittlerem Einkommen profitieren besonders, wenn sie die volle Förderung ausschöpfen. Wer 25 Jahre einzahlt und die Förderung mitnimmt, baut ein solides Zusatzpolster auf. Die Rechnung zeigt: Bei 150 € monatlicher Einzahlung plus staatlicher Förderung kommt über 30 Jahre ein beachtliches Vermögen zusammen.

Aber Vorsicht: Das Depot eignet sich nicht für jeden. Wer wenig verdient und hohe Sozialleistungen bezieht, riskiert Anrechnung auf Grundsicherung im Alter. Die angesparte Summe kann dann verloren sein. Auch kurzfristige Sparer sollten aufpassen. ETF-Investments brauchen Zeit. Wer in zehn Jahren das Geld braucht, kann Pech haben, wenn die Börse gerade korrigiert.

Die steuerliche Behandlung bleibt komplex. Einzahlungen sind als Sonderausgaben absetzbar, Auszahlungen werden nachgelagert besteuert. Das System ähnelt der Rürup-Rente. Für Gutverdiener kann das attraktiv sein, für Niedrigverdiener eher nicht. Die Günstigerprüfung durch das Finanzamt entscheidet, ob Förderung oder Steuerersparnis besser ist.

Was ist das Altersvorsorgedepot?

Das Altersvorsorgedepot ist ein staatlich gefördertes Wertpapierdepot zur privaten Altersvorsorge. Es startet am 01.01.2027 und ersetzt mittelfristig die Riester-Rente als bevorzugtes Förderprodukt. Anders als bei klassischen Rentenversicherungen investierst du hier direkt in ETFs. Der Staat beteiligt sich mit bis zu 35 % an deinen Einzahlungen.

Die Idee dahinter ist simpel. Aktien-ETFs haben langfristig höhere Renditen als festverzinsliche Produkte. Historisch gesehen bringen breit gestreute Aktienindizes zwischen 7 und 9 % pro Jahr. Das ist deutlich mehr als die geringen Zinsen auf Riester-Verträge der letzten Jahre. Das Bundesfinanzministerium will diese Renditechancen für die Masse zugänglich machen.

Die rechtliche Grundlage

Die gesetzliche Basis bildet das Altersvorsorge­verbesserungsgesetz, beschlossen im Dezember 2025. Das Bundesfinanzministerium regelt die Details in einer Durchführungs­verordnung. Die BaFin überwacht die zugelassenen Anbieter. Banken, Fondsgesellschaften und Online-Broker können Altersvorsorgedepots anbieten, sofern sie die Zulassungskriterien erfüllen.

Das Gesetz definiert streng, welche Produkte förderfähig sind. Nur bestimmte Aktien-ETFs kommen infrage. Sie müssen den MSCI World oder vergleichbare Indizes abbilden. Branchenwetten sind verboten. Auch aktiv gemanagte Fonds fallen raus. Die Begründung liegt auf der Hand: niedrige Kosten, breite Streuung, langfristige Stabilität.

Die Förderung läuft über das Finanzamt. Beim Riester-Modell zahlte die Zentrale Zulagenstelle die Zulagen aus. Jetzt funktioniert es anders. Du beantragst die Förderung über deine Steuererklärung. Das Finanzamt prüft und zahlt die Förderung direkt auf dein Depot. Automatisch, ohne zusätzlichen Antrag nach der Ersteinrichtung.

Für wen ist das Depot gedacht?

Zielgruppe sind vor allem junge Erwerbstätige. Menschen zwischen 25 und 45 Jahren, die noch 20 bis 40 Jahre bis zur Rente haben. In diesem Zeitraum können Aktienschwankungen ausgeglichen werden. Die historischen Daten zeigen: Bei 15 Jahren Anlagedauer war jeder Weltaktienindex im Plus. Auch nach Börsencrashes.

Familien mit Kindern profitieren doppelt. Neben der eigenen Förderung gibt es für jedes Kind zusätzliche Zulagen über die Frühstart-Rente. Das macht das Produkt für Eltern besonders attraktiv. Ein Beispiel: Bei zwei Kindern und 1.500 € eigenen Einzahlungen kommen schnell 1.000 € staatliche Förderung zusammen.

Auch Riester-Sparer sind Zielgruppe. Wer mit seinem alten Vertrag unzufrieden ist, kann wechseln. Die Übertragung ist gesetzlich geregelt und verlustfrei möglich. Das angesparte Kapital wandert ins neue Depot, die bisherigen Zulagen bleiben erhalten. Lediglich die Beitragsgarantie entfällt.

Nicht geeignet ist das Depot für Menschen kurz vor der Rente. Wer nur noch fünf bis zehn Jahre bis zum Ruhestand hat, trägt ein hohes Risiko. Eine Börsenkorrektur kurz vor Rentenbeginn kann das Kapital empfindlich schmälern. Dann fehlt die Zeit zum Aussitzen. Für diese Gruppe bleiben klassische Produkte die bessere Wahl.

Wie funktioniert die staatliche Förderung?

Die Förderung des Altersvorsorgedepots unterscheidet sich fundamental vom Riester-System. Statt fester Zulagen arbeitet der Staat mit proportionaler Beteiligung. Das bedeutet: Je mehr du einzahlst, desto höher fällt die Förderung aus. Die Bundesrat Drucksache 768/25 regelt die genauen Fördersätze und Obergrenzen.

Der Fördersatz liegt zwischen 30 und 35 % deiner Einzahlungen. In der Startphase ab 2027 beträgt er 30 % mit einer Obergrenze von 480 € pro Jahr. Das heißt: Bei 1.600 € Jahresbeitrag schöpfst du die maximale Förderung aus. Zahlst du mehr ein, bringt das keine zusätzliche Förderung. Zahlst du weniger ein, erhältst du entsprechend weniger.

Die Förderung steigt später auf 35 % mit einer Obergrenze von 540 €. Der genaue Zeitpunkt hängt von Haushaltslage und politischen Entscheidungen ab. Das Finanzministerium nennt keinen konkreten Termin. Realistisch ist eine Anhebung frühestens 2030. Das gibt dem System Zeit, sich zu etablieren und die Kosten zu kalkulieren.

Die Beantragung läuft über die Steuererklärung. Du trägst deine Beiträge als Sonderausgaben in Anlage AV ein. Das Finanzamt prüft automatisch, ob Förderung oder Steuervorteil günstiger sind. Diese Günstigerprüfung kennst du vielleicht von der Riester-Rente. Das Prinzip bleibt gleich, nur die Höhe der Förderung ändert sich.

Grundförderung und Mindesteigenbeitrag

Anders als bei Riester gibt es keine feste Grundzulage mehr. Die Förderung bemisst sich rein nach deinem Beitrag. Das hat Vor- und Nachteile. Vorteil: Wer viel spart, wird stärker belohnt. Nachteil: Geringverdiener mit kleinen Beiträgen bekommen weniger Unterstützung als im alten System.

Ein Rechenbeispiel verdeutlicht den Unterschied. Bei Riester bekamst du 175 € Grundzulage, egal wie viel du einzahltest. Beim Altersvorsorgedepot bekommst du bei 600 € Einzahlung nur 180 € Förderung (30 %). Erst ab 1.000 € Jahresbeitrag liegt die Förderung über der alten Riester-Grundzulage.

Es gibt keinen Mindesteigenbeitrag mehr. Bei Riester musstest du mindestens 4 % deines Bruttoeinkommens einzahlen, um die volle Förderung zu erhalten. Das entfällt. Du kannst beliebig viel oder wenig einzahlen. Die Förderung passt sich automatisch an. Das macht das System flexibler, aber auch weniger planbar.

Für Gutverdiener wird das System attraktiver. Wer 50.000 € brutto verdient, konnte bei Riester maximal 2.100 € einzahlen und bekam dafür 175 € Grundzulage plus Steuerersparnis. Beim neuen Depot kannst du ebenfalls 2.100 € einzahlen, bekommst aber 480 € direkte Förderung (bei voller Ausschöpfung) plus Steuervorteil. Unterm Strich mehr Geld vom Staat.

Kinderzulage und Frühstart-Rente

Für Kinder gibt es zusätzliche Förderung. Das System nennt sich Frühstart-Rente und läuft parallel zum Elterndepot. Auch hier gilt proportionale Förderung: 25 Cent pro eingespartem Euro, maximal 300 € pro Kind und Jahr. Die Frühstart-Rente startet bereits ab 01.01.2026, also ein Jahr vor dem Hauptprodukt.

Ein Beispiel: Du zahlst für dein zweijähriges Kind monatlich 100 € in die Frühstart-Rente ein. Das sind 1.200 € pro Jahr. Die Förderung beträgt 25 %, also 300 €. Du erreichst die Obergrenze bereits bei 1.200 € Jahresbeitrag. Zahlst du mehr ein, bringt das keine höhere Förderung mehr.

Die Kinderzulage läuft bis zum 18. Geburtstag. Danach kann das Kind selbst weitersparen und auf das normale Altersvorsorgedepot wechseln. Das angesparte Kapital wandert mit. Die Förderung hat dann 18 Jahre Zeit zu wirken. Bei durchschnittlich 7 % Rendite wird aus 21.600 € Einzahlungen plus 5.400 € Förderung ein beachtliches Startkapital.

Die Frühstart-Rente ist optional. Du musst sie nicht nutzen. Manche Eltern bevorzugen andere Sparformen für ihre Kinder. Das bleibt jedem selbst überlassen. Der Staat setzt Anreize, aber keinen Zwang. Wer die Förderung mitnimmt, baut langfristig mehr Vermögen auf. Wer flexibler bleiben will, spart anders.

Proportionale Förderung: So viel Zuschuss gibt es bei unterschiedlichen Einzahlungen
30 bis 35 %
Förderquote bei 100 € monatlich
20 %
Förderquote bei 200 € monatlich
13,3 %
Förderquote bei 300 € monatlich
Wichtig zu wissen
Die Förderung ist proportional zur Einzahlung, aber gedeckelt bei 40 € pro Monat (480 € pro Jahr). Bei kleinen Einzahlungen ist die prozentuale Förderung am höchsten (30 bis 35 %), sinkt aber bei höheren Beträgen. Optimal für maximale Förderquote: 100 € monatlich einzahlen.
Quelle: Gesetzesentwurf Altersvorsorgedepot 2026 | Stand: 2025

Steuerliche Behandlung

Die Beiträge zum Altersvorsorgedepot sind als Sonderausgaben absetzbar. Maximal 2.100 € pro Jahr kannst du steuerlich geltend machen. Das entspricht dem alten Riester-Höchstbetrag. Die Absetzbarkeit richtet sich nach deinem persönlichen Steuersatz. Bei 35 % Grenzsteuersatz sparst du 735 € Steuern.

Das Finanzamt prüft automatisch, ob Förderung oder Steuervorteil günstiger sind. Diese Günstigerprüfung kennt man von Riester. Bist du Gutverdiener, greift meist der Steuervorteil. Bist du Geringverdiener, ist die direkte Förderung vorteilhafter. Du musst dich nicht entscheiden, das Amt wählt automatisch die bessere Variante.

Die Auszahlungen im Alter sind nachgelagert steuerpflichtig. Das bedeutet: Im Rentenalter zahlst du auf deine monatliche Rente Einkommensteuer. Der Steuersatz ist dann meist niedriger als während deiner Erwerbsphase. Das macht das System attraktiv. Du sparst Steuern in Jahren mit hohem Einkommen und zahlst Steuern in Jahren mit niedrigem Einkommen.

Ein Beispiel: Du zahlst während deiner Erwerbszeit 35 % Grenzsteuersatz. Im Ruhestand liegt dein Steuersatz bei 20 %. Du sparst also 15 Prozentpunkte. Bei einem Depot mit 100.000 € Wert macht das einen Unterschied von 15.000 €. Das ist reiner Steuervorteil durch Verschiebung.

Altersvorsorgedepot vs. Riester-Rente: Der große Vergleich

Der Wechsel von Riester zum Altersvorsorgedepot markiert einen Paradigmenwechsel. Das GDV-Fachartikel analysiert die Unterschiede im Detail. Die Kernfrage lautet: Sicherheit oder Rendite? Bei Riester stand die Kapitalgarantie im Vordergrund, beim neuen Depot die Renditechancen.

Die Riester-Rente garantierte, dass du mindestens deine Einzahlungen zurückbekommst. Diese Beitragsgarantie kostete Rendite. Versicherer mussten defensiv anlegen, um die Garantie zu erfüllen. Das Ergebnis waren Renditen von oft unter 2 %. Nach Kosten und Inflation blieb wenig übrig. Manchmal sogar nichts.

Das Altersvorsorgedepot verzichtet auf diese Garantie. Dein Kapital schwankt mit den Märkten. In schlechten Jahren kannst du Verluste machen. In guten Jahren deutlich zulegen. Langfristig überwiegen die Chancen die Risiken. Historische Daten zeigen: Über 20 Jahre waren Aktienanlagen immer positiv. Auch nach allen Crashs.

Die Kostenstruktur unterscheidet sich massiv. Riester-Verträge waren teuer. Abschlusskosten, Verwaltungskosten, Fondskosten. Bei manchen Verträgen gingen 30 % der Beiträge für Kosten drauf. Beim Altersvorsorgedepot fallen nur die ETF-Kosten an. Die liegen bei 0,1 bis 0,3 % pro Jahr. Depotgebühren sind oft kostenlos.

Die wichtigsten Unterschiede im Detail

Die Flexibilität ist ein weiterer Punkt. Bei Riester war alles starr. Feste Beiträge, komplizierte Verträge, aufwendige Änderungen. Beim Depot kannst du monatlich entscheiden, wie viel du einzahlst. Mal mehr, mal weniger. Pause machen, wenn das Geld knapp ist. Aufstocken, wenn du mehr hast.

Die Anbietervielfalt nimmt zu. Bei Riester dominierten Versicherungen und Banken. Die Auswahl war begrenzt, die Produkte oft undurchsichtig. Beim Altersvorsorgedepot können Online-Broker und Direktbanken mitmachen. Das erhöht den Wettbewerb und drückt die Preise. Gut für dich als Sparer.

Die Übertragbarkeit ist gesetzlich geregelt. Du kannst jederzeit den Anbieter wechseln. Ohne Nachteile, ohne Verlust der Förderung. Das erhöht deine Verhandlungsposition. Bei Riester war der Wechsel oft mit Verlusten verbunden. Abschlusskosten wurden nicht zurückerstattet, Übertragungsgebühren fielen an.

Ein kritischer Punkt bleibt die Anrechnung auf Grundsicherung. Beim Riester-Vertrag waren Auszahlungen bis 200 € monatlich anrechnungsfrei. Beim Altersvorsorgedepot gilt diese Regelung nicht automatisch. Das Sozialamt kann das angesparte Kapital voll anrechnen. Für Geringverdiener ist das ein Problem. Die Politik arbeitet an einer Lösung, aber die steht noch aus.

Vergleich: Altersvorsorgedepot vs. Riester-Rente
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Kriterium Altersvorsorge­depot Riester-Rente
Start Ab 01.01.2027 Seit 2002
Förderung Proportional 30-35 % (max. 40 € pro Monat) Grundzulage 175 € + Kinderzulage 300 €
Flexibilität Jederzeit kündbar (Förderung zurückzahlen) Sehr eingeschränkt
Anlageform Breit gestreute ETFs (UCITS) Meist teure Fonds, eingeschränkte Auswahl
Kosten 0,2-0,5 % TER (typisch) 1,5-2,5 % Kosten inkl. Abschluss
Transparenz Sehr hoch (ETF-Kurse täglich) Gering (intransparente Gebühren)
Besteuerung Auszahlung Abgeltungssteuer 25 % auf Gewinne Volle nachgelagerte Besteuerung
Auszahlung Flexibel ab 62 Jahre Verrentung oder Kapitalauszahlung (30 %)
Berechtigte Nur sozialversicherungspflichtig Beschäftigte Breiterer Personenkreis
Hinterbliebenen­schutz Volle Vererbbarkeit Oft verfällt bei Tod
Mindestlaufzeit Keine (Förderung bei Kündigung zurück) Faktisch bis Rentenbeginn
Renditeerwartung 7-9 % p.a. (historisch MSCI World) 2-4 % p.a. (nach Kosten)
So liest du die Tabelle
Diese Vergleichstabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede zwischen dem neuen Altersvorsorgedepot und der klassischen Riester-Rente. Grün markierte Werte sind Vorteile, rot markierte sind Nachteile. Das Altersvorsorgedepot punktet vor allem mit Flexibilität, niedrigen Kosten und höherer Renditeerwartung. Die Riester-Rente bietet höhere absolute Zulagen, leidet aber unter hohen Kosten und Inflexibilität.
Quelle: Gesetzentwurf Altersvorsorgedepot, BaFin, eigene Berechnungen | Stand: 2025

Für wen lohnt sich der Wechsel?

Bestehende Riester-Sparer mit alten Verträgen sollten rechnen. Hast du einen Vertrag mit hohen Kosten und niedriger Rendite, kann der Wechsel Sinn machen. Die Übertragung ist unkompliziert. Du stellst einen Antrag beim neuen Anbieter, der Rest läuft automatisch. Die bisherigen Zulagen bleiben erhalten und wandern ins neue Depot.

Aber Vorsicht: Die Beitragsgarantie verfällt. Bist du risikoscheu und kurz vor der Rente, solltest du bei Riester bleiben. Die Sicherheit deines Kapitals wiegt hier schwerer als mögliche Renditechancen. Eine Börsenkorrektur fünf Jahre vor Rentenbeginn kann dein Vermögen halbieren. Das willst du nicht.

Junge Riester-Sparer mit Verträgen unter fünf Jahren profitieren meist vom Wechsel. Du hast noch 20 bis 30 Jahre Zeit. In diesem Zeitraum gleichen sich Schwankungen aus. Die höhere Rendite des ETF-Depots macht den Unterschied. Ein Beispiel: Bei 7 % Rendite statt 2 % verdoppelt sich dein Endkapital nach 30 Jahren nahezu.

Wer noch gar keinen Altersvorsorgevertrag hat, startet direkt mit dem neuen Depot. Riester abzuschließen ergibt 2027 keinen Sinn mehr. Die Förderung ist schlechter, die Kosten höher, die Flexibilität geringer. Das Vergleich zwischen privater Rentenversicherung und ETF-Sparplan zeigt die Renditeunterschiede deutlich.

Was passiert mit bestehenden Riester-Verträgen?

Riester läuft nicht aus. Bestehende Verträge können fortgeführt werden. Die Förderung bleibt erhalten, solange du die Bedingungen erfüllst. Das Bundesfinanzministerium hat bestätigt: Keine Rückwirkung, kein Zwang zum Wechsel. Du entscheidest selbst.

Manche Versicherer passen ihre Riester-Produkte an. Sie senken Kosten oder erhöhen die Aktienquote. Das verbessert die Rendite, ändert aber nichts am Grundproblem: Die Beitragsgarantie kostet Performance. Solange diese Garantie existiert, bleiben die Renditen niedrig.

Neue Riester-Verträge abzuschließen wird schwieriger. Viele Versicherer haben die Neukundengewinnung eingestellt. Die wenigen verbliebenen Anbieter haben lange Wartezeiten und hohe Ablehnungsquoten. Der Markt ist de facto ausgetrocknet. Das Altersvorsorgedepot soll diese Lücke füllen.

Welche ETFs sind zugelassen?

Nicht jeder ETF darf ins Altersvorsorgedepot. Der Gesetzgeber definiert strenge Kriterien. Ziel ist Risikostreuung bei vertretbarem Risiko. Spekulatives bleibt außen vor. Die BaFin veröffentlicht eine Liste zugelassener Produkte. Diese Liste wird regelmäßig aktualisiert.

Zugelassen sind breit diversifizierte Aktien-ETFs. Sie müssen mindestens 1.000 Einzeltitel enthalten oder einen anerkannten Weltindex abbilden. Der MSCI World ist das Standardbeispiel. Auch FTSE All-World oder vergleichbare Indizes funktionieren. Die ETF-Grundlagen erklären, wie diese Produkte funktionieren.

Themen-ETFs und Branchen-ETFs sind verboten. Auch wenn sie noch so spannend klingen. Kein Tech-ETF, kein Wasserstoff-ETF, kein China-ETF. Die Begründung: Zu hohes Klumpenrisiko. Eine Branche kann einbrechen, ein Land kann kriseln. Das soll deine Altersvorsorge nicht gefährden.

Auch aktiv gemanagte Fonds sind ausgeschlossen. Die hohen Kosten fressen Rendite. Zudem schaffen die meisten Fondsmanager es langfristig nicht, den Markt zu schlagen. Passive ETFs sind günstiger und im Durchschnitt erfolgreicher. Das zeigen Studien seit Jahrzehnten.

Aktien-ETFs mit Weltmarkt-Diversifikation

Der MSCI World Index bildet die Entwicklung von rund 1.500 Unternehmen aus 23 Industrieländern ab. Er deckt etwa 85 % der Marktkapitalisierung dieser Länder ab. Die größten Positionen sind Nvidia, Alphabet, Apple, Microsoft, Amazon. Alles etablierte Konzerne mit stabilem Geschäftsmodell.

Ein MSCI World ETF kostet dich zwischen 0,12 und 0,20 % pro Jahr. Das ist die Gesamtkostenquote (TER). Bei einem Depotvolumen von 50.000 € zahlst du also 60 bis 100 € jährlich. Das ist überschaubar. Zum Vergleich: Ein aktiver Aktienfonds kostet oft 1,5 bis 2 % pro Jahr. Bei 50.000 € sind das 750 bis 1.000 €.

Der FTSE All-World ist noch breiter aufgestellt. Er enthält zusätzlich Schwellenländer wie China, Indien, Brasilien. Insgesamt sind es über 3.900 Unternehmen. Die Diversifikation ist maximal. Das Risiko streut sich über alle Kontinente und Branchen. Crasht ein Markt, federn die anderen ab.

Beide Indizes haben langfristig ähnliche Renditen erzielt. Historisch lag die durchschnittliche Jahresrendite bei 7 bis 9 %. Das ist vor Inflation, aber nach Kosten. In manchen Jahren gab es Verluste, in manchen massive Gewinne. Über 15 Jahre glichen sich die Schwankungen aus.

Zugelassene ETF-Typen im Altersvorsorgedepot
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ETF-Typ Zulässig Begründung
Aktien-ETFs (UCITS)EMPFOHLEN ✅ Ja Breit gestreute, diversifizierte Aktien-ETFs wie MSCI World oder S&P 500 sind explizit zugelassen und bilden das Kernportfolio
Anleihen-ETFs (UCITS) ✅ Ja Staatsanleihen- und Unternehmensanleihen-ETFs sind zulässig, bieten jedoch geringere Renditeerwartung für langfristige Sparer
Gemischte ETFs (Multi-Asset) ✅ Ja ETFs mit Aktien- und Anleihenanteil sind erlaubt, können für risikobewusstere Anleger sinnvoll sein
Thematische ETFs (Sektoren) ⚠️ Eingeschränkt Branchen-ETFs (z.B. Technologie, Gesundheit) sind nicht explizit ausgeschlossen, widersprechen aber dem Diversifikationsprinzip
Krypto-ETPs ❌ Nein Kryptowährungen und entsprechende ETPs sind aufgrund fehlender UCITS-Konformität ausgeschlossen
Gehebelte ETFs (Leveraged) ❌ Nein Derivate-basierte Produkte mit Hebel widersprechen dem Sicherheitsgedanken der Altersvorsorge
Short-ETFs (Inverse) ❌ Nein Produkte, die auf fallende Kurse setzen, sind für langfristige Altersvorsorge ungeeignet und ausgeschlossen
Rohstoff-ETCs ❌ Nein ETCs (Exchange Traded Commodities) gelten nicht als UCITS-konforme ETFs und sind daher nicht zugelassen
UCITS-Richtlinie als Qualitätsmerkmal
Die UCITS-Richtlinie (Undertakings for Collective Investment in Transferable Securities) ist der europäische Qualitätsstandard für Investmentfonds. Sie schreibt strenge Diversifikation, Transparenz und Anlegerschutz vor. Nur ETFs, die diese Kriterien erfüllen, sind für das Altersvorsorgedepot zugelassen. Das schützt dich vor hochspekulativen oder undurchsichtigen Produkten.
Quelle: Gesetzentwurf Altersvorsorgedepot, UCITS-Richtlinie | Stand: 2025

Kosten und Gebühren im Blick behalten

Die Gesamtkostenquote ist nicht alles. Es gibt weitere Kostenposten. Handelskosten beim Kauf der ETF-Anteile, Depotgebühren bei manchen Anbietern, Spreads zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Diese versteckten Kosten können sich summieren.

Viele Direktbanken bieten kostenlose Depots an. Keine Grundgebühr, keine Verwaltungskosten. Handelskosten gibt es trotzdem. Die liegen meist bei 1 bis 2 € pro Transaktion. Bei monatlichen Sparraten sind das 12 bis 24 € pro Jahr. Überschaubar, aber nicht vernachlässigbar.

Einige Anbieter haben Sparplan-Aktionen. Du kannst bestimmte ETFs kostenfrei besparen. Das spart die Transaktionskosten. Prüfe, ob dein Wunsch-ETF dabei ist. Oft sind die großen MSCI World ETFs von iShares oder Vanguard in solchen Aktionen enthalten.

Die Anleitung zum ETF-Sparplan einrichten zeigt Schritt für Schritt, wie du vorgehst. Wichtig ist Vergleichen. Die Unterschiede zwischen Anbietern können über 30 Jahre mehrere tausend Euro ausmachen. Das lohnt sich anzuschauen.

Was ist mit ESG-ETFs und Nachhaltigkeits­kriterien?

Nachhaltige ETFs sind zugelassen, sofern sie die Diversifikationskriterien erfüllen. Ein MSCI World ESG Screened ETF funktioniert. Er schließt Unternehmen aus Kohle, Waffen, Tabak aus. Die verbleibenden Titel reichen immer noch für breite Streuung.

Ob ESG-ETFs besser performen, ist umstritten. Manche Studien sagen ja, andere nein. Fakt ist: Die Kostenquote ist oft etwas höher. Statt 0,12 % zahlst du 0,18 oder 0,20 %. Der Unterschied ist gering, aber vorhanden.

Die Entscheidung für Nachhaltigkeit ist am Ende persönlich. Legst du Wert darauf, keine Rüstungskonzerne im Portfolio zu haben? Dann wähle ESG. Ist dir Rendite wichtiger? Dann nimm den Standard-MSCI-World. Beide Wege sind legitim und zugelassen.

Die Frühstart-Rente für Kinder

Die Frühstart-Rente ist ein separates Produkt für Minderjährige. Sie startet bereits am 01.01.2026, also ein Jahr vor dem Haupt-Altersvorsorgedepot. Die Bundesregierung bewirbt die Frühstart-Rente als Einstiegsprodukt für die nächste Generation.

Das Konzept ist einfach. Eltern eröffnen für ihr Kind ein spezielles Depot. Sie zahlen monatlich Beiträge ein. Der Staat fördert mit 25 Cent pro Euro, maximal 300 € pro Jahr. Das Kind kann das Depot mit 18 Jahren übernehmen und in ein normales Altersvorsorgedepot umwandeln.

Die Förderung ist an Bedingungen geknüpft. Das Geld muss bis zum 60. Lebensjahr im Depot bleiben. Entnahmen vorher sind möglich, dann verfällt aber die Förderung. Diese Sperrfrist soll verhindern, dass das Geld für Konsumzwecke verwendet wird. Es geht um Altersvorsorge, nicht um ein Sparbuch.

Die Zielgruppe sind Familien mit mittlerem bis höherem Einkommen. Wer 100 bis 150 € monatlich für die Kinder erübrigen kann, profitiert maximal. Bei Geringverdienern ist die Priorität oft anders. Für sie sind akute finanzielle Herausforderungen wichtiger als langfristiges Sparen.

Wie funktioniert die Kinderzulage?

Die Kinderzulage ist proportional zur Einzahlung. Bei 100 € monatlich zahlst du 1.200 € pro Jahr. Die Förderung beträgt 25 %, also 300 €. Du schöpfst die maximale Förderung bereits bei 1.200 € Jahresbeitrag aus. Zahlst du nur 600 € ein, gibt es 150 € Förderung.

Die Förderung läuft direkt aufs Kinderdepot. Du beantragst sie über deine Steuererklärung. Das Finanzamt überweist die 300 € als Einmalzahlung ins Depot. Das Kind wird nicht selbst steuerpflichtig. Die Förderung ist für das Kind steuerfrei.

Ein Rechenbeispiel zeigt die Wirkung. Bei 100 € monatlich plus 25 € Förderung wachsen über 18 Jahre rund 32.000 € zusammen. Das sind 21.600 € Einzahlungen plus 5.400 € staatliche Förderung plus Kursgewinne. Bei 7 % Rendite sind es sogar über 50.000 €.

Mit 18 Jahren hat das Kind also ein solides Startkapital. Es kann weitersparen oder das Depot ruhen lassen. Die Wertentwicklung läuft weiter. Mit 60 Jahren ist aus den 50.000 € bei gleichbleibender Rendite ein sechsstelliger Betrag geworden. Das ist echte Generationenvorsorge.

Frühstart-Rente: Vermögensaufbau über 30 Jahre mit staatlicher Förderung
272.047 €
Mit Förderung (200 € + 40 € Zuschuss)
226.706 €
Ohne Förderung (nur 200 € monatlich)
45.341 €
Zusätzliches Vermögen durch Förderung
Wichtige Annahmen
Diese Berechnung basiert auf einer monatlichen Sparrate von 200 € über 30 Jahre. Mit staatlicher Förderung fließen zusätzlich 40 € pro Monat ein. Die angenommene Rendite beträgt 7 % p.a. (historischer Durchschnitt MSCI World). Die Förderung wird ebenfalls angelegt und verzinst sich über die gesamte Laufzeit.
Quelle: Eigene Berechnung basierend auf historischen Durchschnittswerten | Stand: 2025

Übertragung ins normale Altersvorsorgedepot

Mit 18 Jahren kann das Kind entscheiden. Option eins: Depot in ein normales Altersvorsorgedepot umwandeln und selbst weitersparen. Option zwei: Depot ruhen lassen bis zum 60. Geburtstag. Option drei: Depot auflösen und Förderung zurückzahlen.

Die Umwandlung ist kostenfrei. Das Kind beantragt beim Anbieter die Umstellung. Das Kapital bleibt im gleichen Depot, nur die rechtliche Form ändert sich. Ab jetzt kann das Kind selbst einzahlen und die reguläre Förderung von 30 bis 35 % erhalten.

Die meisten werden weitersparen. Mit 18 beginnt die Ausbildung oder das Studium. Geld ist knapp. Aber schon 50 € monatlich plus Förderung machen einen Unterschied. Der Sparplanrechner zeigt, wie aus kleinen Beträgen über Jahrzehnte große Summen werden.

Wer das Depot auflöst, muss die gesamte Förderung zurückzahlen. Alle 300 € pro Jahr, über 18 Jahre also 5.400 €. Die Kursgewinne darfst du behalten, aber die Förderung ist weg. Das macht eine vorzeitige Auflösung unattraktiv. Die meisten werden durchhalten bis 60.

Besonderheiten und Einschränkungen

Die Frühstart-Rente ist streng zweckgebunden. Nur für Altersvorsorge, keine andere Verwendung. Keine Entnahmen für Immobilienkauf, Ausbildung oder Notfälle. Diese Inflexibilität ist Absicht. Der Staat will sicherstellen, dass das Geld wirklich im Alter ankommt.

Eltern sind formal Treuhänder. Sie verwalten das Depot bis zur Volljährigkeit. Danach geht die Kontrolle ans Kind über. Die Eltern haben dann keinen Zugriff mehr. Das Kind entscheidet allein über die weitere Verwendung.

Bei Trennung oder Scheidung bleibt das Depot beim Kind. Es gehört nicht zur Vermögensaufteilung der Eltern. Das schützt die Altersvorsorge des Kindes. Egal was mit der Ehe passiert, das Depot bleibt unangetastet.

Für wen eignet sich das Alters­vorsorge­depot?

Das Altersvorsorgedepot ist nicht für jeden die beste Wahl. Bestimmte Personengruppen profitieren stark, andere haben Nachteile. Die Übersicht zur besten Altersvorsorge ab 30, 40 oder 50 zeigt, dass Alter und Lebenssituation entscheidend sind.

Ideal ist das Depot für Berufseinsteiger mit stabilem Einkommen. Du bist Anfang 30, verdienst 40.000 bis 60.000 € brutto, hast keine großen finanziellen Verpflichtungen. Du kannst 150 bis 200 € monatlich erübrigen. In dieser Situation passt das Depot perfekt.

Auch Familien mit Kindern profitieren. Die Kombination aus eigenem Depot und Frühstart-Rente für die Kinder maximiert die Förderung. Bei zwei Kindern und vollen Einzahlungen sind über 1.000 € staatliche Zuschüsse pro Jahr drin. Das ist echtes Geld.

Selbstständige können das Depot nutzen, sofern sie sozialversicherungspflichtig sind oder vergleichbare Beiträge zahlen. Die Förderung steht grundsätzlich allen Erwerbstätigen offen. Ausnahmen gibt es für Beamte und Gutverdiener über der Beitragsbemessungsgrenze.

Angestellte mit mittlerem Einkommen

Die Kernzielgruppe sind sozialversicherungspflichtige Angestellte mit Bruttoeinkommen zwischen 30.000 und 70.000 €. Du profitierst doppelt: Von der direkten Förderung und vom Steuervorteil. Bei 45.000 € Bruttoeinkommen und 1.500 € Jahresbeitrag sparst du etwa 600 € Steuern und bekommst 450 € Förderung.

Die Günstigerprüfung durch das Finanzamt stellt sicher, dass du die bessere Variante erhältst. In deiner Einkommensklasse ist meist der Steuervorteil höher. Das System rechnet automatisch, du musst nichts tun. Nach dem ersten Jahr läuft es wie geschmiert.

Wichtig ist regelmäßiges Sparen. Wer sporadisch einzahlt, verpasst Förderung und Zinseszins. Richte einen Dauerauftrag ein. Jeden Monat automatisch 150 €. Das merkst du kaum, aber die Wirkung über 30 Jahre ist enorm.

Die Flexibilität hilft in Lebenskrisen. Verlierst du den Job, kannst du die Zahlungen pausieren. Die Förderung entfällt dann, aber dein bisheriges Kapital bleibt erhalten. Sobald du wieder verdienst, zahlst du weiter ein. Keine Strafgebühren, kein Verlust.

Junge Berufseinsteiger unter 30

Für junge Menschen ist das Depot ideal. Du hast 30 bis 40 Jahre Zeit bis zur Rente. In diesem Zeitraum können ETFs ihr volles Potenzial entfalten. Selbst ein Börsencrash 2030 ist bis 2060 längst ausgeglichen. Zeit ist dein größter Hebel.

Mit 25 Jahren kannst du mit kleinen Beträgen starten. Schon 75 € monatlich plus Förderung machen einen Unterschied. Bei 7 % Rendite über 40 Jahre werden daraus über 200.000 €. Das ist eine solide Zusatzrente.

Der frühe Einstieg hat einen weiteren Vorteil: Du lernst den Umgang mit Schwankungen. Die ersten Jahre wirst du erleben, wie dein Depot mal um 20 % steigt, mal um 15 % fällt. Das ist normal bei Aktien. Wer das früh lernt, handelt später nicht panisch.

Viele junge Menschen zögern mit Altersvorsorge. Die Rente scheint weit weg, andere Dinge sind dringlicher. Das ist nachvollziehbar, aber kurzsichtig. Wer mit 25 anfängt, braucht monatlich nur halb so viel einzuzahlen wie jemand, der mit 35 startet. Der Zinseszins macht den Unterschied.

Entscheidungsbaum: Ist das Altersvorsorgedepot das Richtige für dich?
Start: Erfüllst du die Grundvoraussetzungen?
✓ Ja, ich erfülle sie
Unbeschränkt steuerpflichtig in Deutschland, sozialversicherungspflichtig beschäftigt oder vergleichbar.
✗ Nein, ich erfülle sie nicht
Selbstständig, Beamter, nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt oder im Ausland.
Wie lange willst du anlegen?
➜ Langfristig (20+ Jahre bis Rente)
Ich bin unter 45 Jahre alt und plane bis zur Rente anzusparen.
➜ Mittelfristig (10-20 Jahre)
Ich bin 45 bis 55 Jahre alt und habe noch 10 bis 20 Jahre bis zur Rente.
➜ Kurzfristig (unter 10 Jahre)
Ich bin über 55 Jahre alt oder benötige das Geld in unter 10 Jahren.
Wie wichtig ist dir Flexibilität?
➜ Sehr wichtig
Ich will jederzeit auf mein Geld zugreifen können, auch wenn ich dann die Förderung zurückzahlen muss.
➜ Weniger wichtig
Ich bin bereit, das Geld bis zur Rente gebunden zu lassen, um die volle Förderung zu erhalten.
Empfohlene Vorsorgestrategie
Langfristig + Fördermaximierung + Bereit für Bindung:
→ Altersvorsorgedepot ist perfekt für dich

Mittelfristig + Flexibilität wichtig:
→ Altersvorsorgedepot in Kombination mit freiem ETF-Sparplan

Kurzfristig oder hohe Flexibilität:
→ Freier ETF-Sparplan ohne Förderung, dafür volle Flexibilität

Grundvoraussetzungen nicht erfüllt:
→ Klassischer ETF-Sparplan oder Rürup-Rente (für Selbstständige)
So nutzt du den Entscheidungsbaum
Beantworte die Fragen nacheinander und folge dem Pfad, der am besten zu deiner persönlichen Situation passt. Es gibt keine universell richtige Lösung. Die beste Altersvorsorge ist die, die zu deinen individuellen Bedürfnissen, Zielen und deiner Lebenssituation passt. Das Altersvorsorgedepot ist vor allem für junge Arbeitnehmer mit langem Anlagehorizont optimal.
Quelle: Eigene Darstellung basierend auf Gesetzesvorgaben | Stand: 2025

Für wen ist das Depot weniger geeignet?

Menschen kurz vor der Rente sollten vorsichtig sein. Hast du nur noch 5 bis 10 Jahre, ist das Risiko hoch. Eine Börsenkorrektur kann dein Vermögen halbieren. Dann fehlt die Zeit zum Aussitzen. Für diese Gruppe sind sichere Anlageformen besser.

Geringverdiener mit Anspruch auf Grundsicherung haben ein Anrechnungsproblem. Das angesparte Kapital wird voll auf die Grundsicherung angerechnet. Du hast 30 Jahre gespart, aber im Alter nichts davon. Das ist bitter und unfair. Die Politik arbeitet an Lösungen, aber die sind noch nicht da.

Auch für sehr gut Verdienende über 100.000 € brutto ist die Förderung relativ gering. Die 480 € Maximalförderung machen prozentual wenig aus. Trotzdem lohnt sich das Depot wegen der Steuervorteile. Aber es gibt oft bessere Alternativen wie betriebliche Altersvorsorge oder private Rentenversicherungen.

Die Nachteile und Risiken ehrlich betrachtet

Das Altersvorsorgedepot klingt erstmal super. Hohe Förderung, niedrige Kosten, einfache Handhabung. Aber es gibt auch Schattenseiten. Die solltest du kennen, bevor du einsteigst.

Das größte Risiko ist die fehlende Kapitalgarantie. Dein Geld schwankt mit den Märkten. In schlechten Börsenphasen kann dein Depot massiv an Wert verlieren. Kommt die Korrektur kurz vor deiner Rente, hast du ein Problem. Dann ist dein Kapital deutlich weniger wert als erhofft.

Historisch waren solche Timing-Probleme selten. Über 20 Jahre gab es immer Gewinne. Aber die Vergangenheit ist keine Garantie für die Zukunft. Es kann anders kommen. Darauf musst du vorbereitet sein. Mentale Stärke ist gefragt.

Die Anrechnung auf Grundsicherung bleibt ungeklärt. Die Bundesregierung verspricht eine Lösung, aber die ist noch nicht beschlossen. Solange die Unsicherheit besteht, bleibt ein Restrisiko für Geringverdiener.

Das Marktrisiko und Volatilität

Aktienmärkte schwanken. Das ist ihre Natur. In einem Jahr geht es 30 % hoch, im nächsten 20 % runter. Diese Achterbahnfahrt müssen Anleger aushalten können. Nicht jeder kann das.

Die Finanzkrise 2008 hat gezeigt, was passieren kann. Der MSCI World verlor innerhalb von 18 Monaten über 50 %. Wer damals in Panik verkaufte, realisierte die Verluste. Wer durchhielt, hatte fünf Jahre später wieder alles zurück. Plus Gewinne.

Das Problem ist die Psychologie. Wenn dein Depot 40.000 € wert ist und plötzlich auf 25.000 € fällt, macht das Angst. Die Versuchung zu verkaufen ist groß. Aber genau das wäre der falsche Schritt. Verkaufen im Tief zementiert die Verluste.

Die Lösung ist ein langer Anlagehorizont. Wer 20 bis 30 Jahre Zeit hat, kann Krisen aussitzen. Die Märkte erholen sich immer wieder. Das zeigen 100 Jahre Börsengeschichte. Aber die Nerven musst du haben.

Inflation und Kaufkraftverlust

Auch ETFs schützen nicht vollständig vor Inflation. Bei 2 % Inflation pro Jahr halbiert sich die Kaufkraft in 35 Jahren. Deine 100.000 € haben dann nur noch die Kaufkraft von 50.000 € heute. Das schmälert den Gewinn.

Aktien sind trotzdem besser als festverzinsliche Anlagen. Unternehmen können steigende Preise an Kunden weitergeben. Das schützt teilweise vor Inflation. Aber eben nur teilweise. In Phasen hoher Inflation leiden auch Aktienkurse.

Die Jahre 2021 bis 2023 haben das gezeigt. Inflation über 5 %, gleichzeitig fallende Aktienkurse. Das nennt man Stagflation. In so einer Phase verlierst du doppelt: real durch Inflation, nominal durch Kursverluste. Das ist bitter.

Langfristig gleicht sich das aus. Über 30 Jahre haben Aktien nach Inflation durchschnittlich 5 bis 7 % gebracht. Das reicht für soliden Vermögensaufbau. Aber kurz- und mittelfristig kann es schwierig werden.

Anrechnung auf Sozialleistungen

Das ist die größte offene Baustelle. Bezieher von Grundsicherung im Alter müssen ihr Vermögen offenlegen. Das Altersvorsorgedepot zählt dazu. Das Sozialamt kann verlangen, dass du es auflöst und verbrauchst, bevor du Grundsicherung bekommst.

Bei Riester gab es einen Freibetrag. Die ersten 200 € monatlicher Rente waren anrechnungsfrei. Beim Altersvorsorgedepot fehlt diese Regelung bisher. Das Bundesfinanzministerium arbeitet daran, aber ein Gesetz gibt es noch nicht.

Für wen ist das relevant? Hauptsächlich für Geringverdiener mit lückenhafter Erwerbsbiografie. Wer 30 Jahre Teilzeit gearbeitet hat und wenig verdiente, bekommt eine Mini-Rente. Dann greift die Grundsicherung. Und dann wird das Depot angerechnet.

Viele Experten kritisieren das scharf. Die Menschen haben Jahrzehnte gespart, vom Staat dazu ermutigt. Und am Ende war es umsonst. Das demotiviert und ist ungerecht. Die Politik muss hier nachbessern. Ohne Freibetrag bleibt das Depot für Geringverdiener riskant.

So beantragst du das Altersvorsorgedepot

Der Antragsprozess ist einfacher als bei Riester. Keine komplizierten Versicherungsverträge, keine stundenlangen Beratungsgespräche. Du brauchst ein Depot bei einem zugelassenen Anbieter, füllst einen Antrag aus, fertig.

Die meisten Direktbanken und Online-Broker werden Altersvorsorgedepots anbieten. Sie müssen dafür bei der BaFin eine Zulassung beantragen. Die Zulassung prüft, ob der Anbieter die gesetzlichen Anforderungen erfüllt. Nur zugelassene Anbieter dürfen die Förderung vermitteln.

Du kannst mehrere Depots haben. Anders als bei Riester gibt es keine Begrenzung. Theoretisch kannst du bei drei verschiedenen Banken Altersvorsorgedepots führen. Praktisch macht das wenig Sinn. Die Verwaltung wird unübersichtlich, die Kosten steigen. Ein Depot reicht.

Der Start erfolgt ab 01.01.2027. Vorher kannst du dich informieren und vormerken lassen. Manche Anbieter haben bereits Wartelisten. Wer sich früh einträgt, bekommt eventuell Sonderkonditionen. Das lohnt sich anzuschauen.

Schritt 1: Anbieter auswählen

Vergleiche die Konditionen verschiedener Anbieter. Achte auf Depotgebühren, Handelskosten, ETF-Auswahl. Manche Banken bieten kostenlose Depots und günstige Sparplan-Ausführungen. Andere verlangen Gebühren.

Prüfe die Nutzerfreundlichkeit. Wie einfach ist die Bedienung? Gibt es eine App? Wie schnell reagiert der Support? Diese Faktoren machen im Alltag einen Unterschied. Du wirst das Depot 30 Jahre nutzen. Es sollte bequem sein.

Schaue dir Erfahrungsberichte an. Was sagen andere Kunden? Gibt es häufige Beschwerden? Wie läuft die Identifikation? All das findest du in Foren und auf Bewertungsplattformen.

Die großen Direktbanken wie ING, DKB oder Consorsbank werden vermutlich dabei sein. Auch Neobroker wie Trade Republic oder Scalable Capital. Die klassischen Filialbanken möglicherweise nicht oder nur mit hohen Gebühren.

Schritt 2: Depot eröffnen und legitimieren

Die Depoteröffnung läuft online. Du füllst ein Formular aus, gibst deine Daten ein, legitimierst dich per VideoIdent oder PostIdent. Das dauert 10 bis 15 Minuten. VideoIdent geht schneller, PostIdent ist umständlicher aber für manche besser.

Du brauchst deinen Personalausweis, deine Steueridentifikationsnummer und eine Bankverbindung. Mehr nicht. Manche Anbieter fragen nach Beruf und Einkommen. Das dient der Risikoeinstufung.

Nach der Legitimation wird dein Depot freigeschaltet. Das dauert 1 bis 3 Tage. Du bekommst eine Bestätigung per Mail. Dann kannst du dich einloggen und mit dem Sparen beginnen.

Richte direkt einen Sparplan ein. Wähle einen zugelassenen ETF, lege die Höhe fest, wähle den Ausführungstag. Fertig. Ab dem nächsten Monat wird automatisch investiert. Der Rentenlückenrechner hilft dir, die passende Sparrate zu finden.

Schritt 3: Förderung beantragen

Die Förderung beantragst du über deine Steuererklärung. In Anlage AV trägst du deine Beiträge ein. Das Finanzamt prüft automatisch, ob du förderberechtigt bist. Wenn ja, überweist es die Förderung direkt auf dein Depot.

Die Überweisung erfolgt einmal jährlich nach deiner Steuererklärung. Du musst nichts weiter tun. Das System läuft automatisch. Nach dem ersten Jahr ist es Routine.

Achtung: Die Förderung gibt es nicht rückwirkend. Wenn du 2027 nicht beantragt hast, verfällt die Förderung für dieses Jahr. Also gleich beim ersten Mal dran denken. Später nachträglich geht nicht.

Du kannst die Förderung auch verfallen lassen und nur den Steuervorteil nutzen. Manchmal ist das günstiger, vor allem für Gutverdiener. Das Finanzamt rechnet automatisch, was besser ist. Du bekommst immer die vorteilhaftere Variante.

Schritt 4: Laufende Verwaltung und Anpassung

Einmal im Jahr solltest du dein Depot checken. Wie hat sich der Wert entwickelt? Passt die Sparrate noch? Solltest du mehr oder weniger einzahlen? Diese Überprüfung dauert 10 Minuten.

Passe die Sparrate an deine Lebenssituation an. Verdienst du mehr, erhöhe die Rate. Brauchst du Geld für andere Dinge, reduziere sie. Das Depot muss flexibel bleiben.

Widerstehe der Versuchung zu verkaufen. Auch wenn die Märkte crashen. Verkaufen solltest du erst im Rentenalter. Vorher ist es kontraproduktiv. Die historischen Daten zeigen: Durchhalten bringt am meisten.

Nutze die Wiederanlage von Dividenden. Manche ETFs schütten Dividenden aus, andere thesaurieren sie automatisch. Thesaurierende ETFs sind für die Altersvorsorge besser. Die Dividenden werden direkt reinvestiert, der Zinseszins wirkt stärker.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Altersvorsorgedepot startet am 01.01.2027 für Erwachsene. Die Frühstart-Rente für Kinder beginnt bereits am 01.01.2026. Vorher kannst du dich bei Anbietern informieren und vormerken lassen, aber einzahlen geht erst ab den genannten Terminen.

Die Förderung beträgt 30 % deiner Einzahlungen ab 2027, maximal 480 € pro Jahr. Später steigt sie auf 35 % mit einer Obergrenze von 540 €. Bei Kindern gibt es zusätzlich 25 % Förderung, maximal 300 € pro Kind jährlich.

Ja, die Übertragung ist gesetzlich geregelt und verlustfrei möglich. Dein angespartes Kapital wandert ins neue Depot, die bisherigen Zulagen bleiben erhalten. Lediglich die Beitragsgarantie entfällt. Der Übertragungsprozess ist unkompliziert und dauert etwa 4 bis 8 Wochen.

Nein. Das Altersvorsorgedepot verzichtet bewusst auf die Beitragsgarantie. Dein Kapital schwankt mit den Märkten. Das erhöht die Renditechancen, bringt aber auch Verlustrisiken. Über lange Zeiträume von 20 plus Jahren ist das Risiko historisch gering.

Zugelassen sind breit diversifizierte Aktien-ETFs auf Weltindizes wie MSCI World oder FTSE All-World. Sie müssen mindestens 1.000 Einzeltitel enthalten. Themen-ETFs, Branchen-ETFs und aktiv gemanagte Fonds sind verboten. Die BaFin veröffentlicht eine Liste zugelassener Produkte.

Ja, aber dann musst du die gesamte staatliche Förderung zurückzahlen. Die Kursgewinne darfst du behalten. Eine vorzeitige Auflösung macht das Depot unattraktiv. Es ist für langfristiges Sparen gedacht, nicht für kurzfristige Ziele.

Du kannst die Zahlungen jederzeit pausieren oder reduzieren. Dein bisheriges Kapital bleibt erhalten und wird weiter investiert. Die Förderung entfällt in Monaten ohne Einzahlung. Sobald du wieder zahlst, läuft die Förderung weiter. Keine Strafgebühren, keine Verluste.

Ab 60 Jahren kannst du dir das Kapital auszahlen lassen. Entweder als Einmalzahlung, als Ratenauszahlung oder als lebenslange Rente. Die Auszahlungen sind nachgelagert steuerpflichtig mit deinem persönlichen Steuersatz im Rentenalter.

Das ist noch nicht abschließend geregelt. Die Bundesregierung arbeitet an einer Lösung, aber ein Gesetz gibt es noch nicht. Bei Riester gab es einen Freibetrag von 200 € monatlich. Beim Altersvorsorgedepot ist das noch offen.

Ja, du kannst bei verschiedenen Anbietern Depots eröffnen. Praktisch macht das wenig Sinn. Die Förderung ist personengebunden und wird nur einmal gewährt. Verteilst du deine Einzahlungen auf mehrere Depots, steigen die Verwaltungskosten ohne zusätzlichen Nutzen.

Die Kosten hängen vom Anbieter ab. Viele Direktbanken bieten kostenlose Depotführung. Die ETF-Kosten liegen bei 0,1 bis 0,3 % pro Jahr. Handelskosten beim Sparen betragen meist 1 bis 2 € pro Transaktion. Insgesamt deutlich günstiger als Riester.

Selbstständige können das Depot nutzen, sofern sie sozialversicherungspflichtig sind oder vergleichbare Beiträge zahlen. Die Förderung steht dann offen. Für nicht sozialversicherungspflichtige Selbstständige ist die Förderung aktuell nicht vorgesehen. Das kann sich aber noch ändern.

Das Depot ist vererbbar. Es fällt in deinen Nachlass und geht an deine Erben. Die Förderung muss nicht zurückgezahlt werden, wenn du das Rentenalter erreicht hast. Bei Tod vor 60 Jahren kann die Förderung teilweise zurückgefordert werden.

ETFs sind Sondervermögen und bei Insolvenz der Bank geschützt. Sie gehören dir, nicht der Bank. Selbst wenn die Bank pleitegeht, bleiben deine ETF-Anteile erhalten. Die Einlagensicherung greift nicht, weil es keine Einlagen sind. Aber die Absicherung ist noch besser.

Ja, du kannst monatlich entscheiden, wie viel du einzahlst. Erhöhungen, Reduzierungen und Pausen sind jederzeit möglich. Diese Flexibilität macht das Depot attraktiv. Du bist nicht an feste Beiträge gebunden wie bei Versicherungen.

Lass uns gemeinsam deine finanzielle Zukunft planen

Das Altersvorsorgedepot ist ein wichtiger Baustein, aber nicht die komplette Lösung. Eine solide Altersvorsorge besteht aus mehreren Säulen. Gesetzliche Rente, betriebliche Altersvorsorge, private Vorsorge. Alle Säulen sollten aufeinander abgestimmt sein.

In meiner Beratung schaue ich mir deine gesamte Situation an. Wo stehst du heute? Was sind deine Ziele für die Rente? Wie viel musst du sparen, um die Lücke zu schließen? Diese Fragen beantworte ich gemeinsam mit dir. Individuell, unabhängig, transparent.

Das kostenlose Erstgespräch dauert 30 Minuten. Du erzählst mir von deiner Situation. Ich gebe dir erste Einschätzungen und zeige Handlungsoptionen auf. Kein Verkaufsdruck, keine versteckten Kosten. Nur ehrliche Beratung auf Augenhöhe.