Mieten oder Kaufen Rechner: Was lohnt sich wirklich für dich?

400.000 € Immobilie, 100.000 € Eigenkapital, 1.000 € Kaltmiete.

Wer steht nach 25 Jahren finanziell besser da: der Käufer mit abbezahlter Immobilie oder der Mieter, der sein Eigenkapital investiert?

Dieser Rechner vergleicht beide Szenarien Monat für Monat und zeigt dir konkret, wie viel Vermögen du in jeder Variante aufbaust. Mit Sensitivitätsanalyse: Finde heraus, welche Stellschrauben das Ergebnis kippen.

Mieten oder kaufen?
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Dein Vermögen nach 25 Jahren
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Instandhaltung 0 €
Gesamt monatlich 0 €
Kaufen lohnt sich mehr, wenn ...
Diese Werte zeigen dir, ab wann Kaufen die bessere Option wäre
Kaltmiete mindestens
...
Rendite höchstens
...
Kaufpreis höchstens
...
Kreditzins höchstens
...
Dein nächster Schritt
Mieten oder Kaufen ist mehr als eine Rechenaufgabe.
Nach 25 Jahren hast du beim Mieten ein Vermögen von 0 € und beim Kaufen 0 €. Die Zahlen sind ein guter Startpunkt, aber Faktoren wie Flexibilität, Lebensplanung und Risikobereitschaft entscheiden mit. Im Erstgespräch schauen wir gemeinsam auf deine Gesamtsituation.

ℹ️ Disclaimer: Dieser Rechner nutzt vereinfachte Annahmen. Individuelle Faktoren wie Steuersituation, Standort und persönliche Lebensumstände beeinflussen das Ergebnis. Die Berechnungen sind unverbindlich und dienen ausschließlich der privaten Finanzbildung und Orientierung. [→ Vollständige rechtliche Hinweise]

Du kennst jetzt die Zahlen. Aber bist du dir sicher?

5 Dimensionen, die über deine Entscheidung bestimmen, jenseits der reinen Mathematik.

  • Finanzielle Tragfähigkeit: Ist Kaufen überhaupt machbar?

  • Lebensplanung: Wie flexibel musst du bleiben?

  • Mathematische Faktoren: Was sagt die Rechnung wirklich?

  • Psychologie: Welcher Typ bist du, Sicherheit oder Freiheit??

  • Standort-Analyse: Ist die Region zukunftsfähig?

So funktioniert der Rechner

Der Rechner stellt zwei Szenarien gegenüber und berechnet für beide, wie viel Vermögen du nach einer bestimmten Laufzeit aufgebaut hast.

Szenario Mieten

Im Miet-Szenario mietest du weiter und investierst dein Eigenkapital. Die Differenz zwischen Kreditrate und Miete investierst du monatlich zusätzlich.

Szenario Kaufen

Im Kauf-Szenario kaufst du eine Immobilie, zahlst Kaufnebenkosten und finanzierst den Rest über einen Kredit. Nach Ende der Laufzeit gehört dir die Immobilie inklusive Wertsteigerung.

Am Ende vergleicht der Rechner das Gesamtvermögen beider Szenarien: beim Mieter das aufgebaute Depot, beim Käufer den Immobilienwert nach Wertsteigerung.

Beispiel: Kaufpreis 400.000 €, Eigenkapital 100.000 €, Kaltmiete 1.000 €. Ergebnis nach 25 Jahren: Der Mieter, der sein Geld bei 7 % Rendite anlegt, kommt auf ein höheres Vermögen als der Käufer mit einer Wertsteigerung von 2 % jährlich. Kleine Änderungen an den Stellschrauben können das Ergebnis aber kippen.

Die Berechnung läuft in drei Schritten.

  1. Du trägst allgemeine Angaben ein: Eigenkapital, Kaufpreis, Kaltmiete und Kaufnebenkosten.
  2. Dann passt du die Annahmen an: erwartete Anlagerendite, Mietsteigerung, Immobilienwertentwicklung.
  3. Das Diagramm zeigt dir dann die Vermögensentwicklung über die Jahre, die Sensitivitätsanalyse verrät, bei welchen Werten das Ergebnis kippt.
Mieten oder Kaufen Rechner Vermögensentwicklung

Was sagen die Zahlen?

Viele Menschen gehen davon aus, dass Miete rausgeschmissenes Geld sei. Diese Annahme greift zu kurz.

Als Mieter zahlst du weniger für das Wohnen als ein Käufer. Kreditrate plus Instandhaltung sind fast immer höher als die vergleichbare Miete. Die Differenz kannst du investieren. Dieses investierte Geld arbeitet über Jahrzehnte mit Zinseszins-Effekt für dich.

Nutze auch den Sparplanrechner, um den Zinseszinseffekt zu betrachten.

Die eigentliche Frage lautet nicht “Soll ich eine Immobilie kaufen?” sondern “Bringt mir das Eigenkapital als Investition am Kapitalmarkt mehr Rendite als in einer Immobilie?”

Historisch lag die langfristige Rendite eines weltweit gestreuten Aktien-ETF bei rund 7 % jährlich. Deutsche Wohnimmobilien erzielten im gleichen Zeitraum deutlich niedrigere Gesamtrenditen. Das ist der Hauptgrund, warum der Mieter mit ETF-Sparplan in den meisten Berechnungen vorne liegt.

Warum Kaufen sich trotzdem lohnen kann

Die reine Zahlenwelt erzählt nicht die ganze Geschichte.

Die monatliche Kreditrate zwingt dich zum Vermögensaufbau. Als Mieter brauchst du die Disziplin, das gesparte Geld tatsächlich zu investieren und nicht auszugeben. Studien zeigen: Viele Mieter sparen weniger als sie theoretisch könnten.

Wohneigentum bietet außerdem Sicherheit vor Eigenbedarfskündigungen, volle Gestaltungsfreiheit und im Alter mietfreies Wohnen. Diese Faktoren haben einen realen Wert, der in keinem Rechner auftaucht.

Wann lohnt sich Mieten, wann Kaufen?

Die Entscheidung hängt von mehreren Faktoren ab. Hier die wichtigsten Leitlinien:

Mieten lohnt sich eher, wenn…

wenn die Miete niedrig ist und geringe Mietsteigerungen zu erwarten sind

Kaufen lohnt sich eher, wenn…

du einen günstigen Kaufpreis findest (Kaufpreis-Miete-Verhältnis unter 25)

Mieten lohnt sich eher, wenn…

du diszipliniert sparst und in ETFs mit 7 % Rendite oder mehr investierst

Kaufen lohnt sich eher, wenn…

du planst, die Immobilie mindestens 10 bis 15 Jahre oder länger zu bewohnen

Mieten lohnt sich eher, wenn…

du Wert auf maximale Flexibilität legst oder wenn die Wohndauer unter 10 Jahren liegt

Kaufen lohnt sich eher, wenn…

du den Zwangsspareffekt brauchst und sonst nicht konsequent investierst

Faustregel Kaufpreis-Miete-Verhältnis: Teile den Kaufpreis durch die Jahreskaltmiete. Liegt das Ergebnis unter 25, ist der Kaufpreis tendenziell fair. Ab 30 wird es schwer, mit Kaufen finanziell besser dazustehen als mit Mieten und Investieren.

Dein Beispiel: 400.000 € geteilt durch (1.000 € mal 12) ergibt 33. Das spricht eher für Mieten, sofern du konsequent investierst.

Die wichtigsten Stellschrauben

Jede dieser Variablen beeinflusst das Ergebnis. Hier siehst du, in welche Richtung das Ergebnis kippt, wenn sich ein Parameter verändert.

Stellschraube Stärkt Mieten, wenn... Stärkt Kaufen, wenn...
Kaltmiete Miete niedrig (unter 1.000 €) Miete hoch (über 1.400 €)
Mietsteigerung Geringe Steigerung (unter 2 %) Starke Steigerung (über 3 %)
Kaufpreis Hoher Kaufpreis (Verhältnis über 30) Günstiger Preis (Verhältnis unter 25)
Anlagerendite (ETF) Hohe Rendite (6 % und mehr) Niedrige Rendite (unter 4 %)
Kreditzins Hoher Zins (über 4 %) Niedriger Zins (unter 2,5 %)
Eigenkapitalquote Wenig EK (unter 15 %) Viel EK (über 30 %)
Kaufnebenkosten Hohe Nebenkosten (12 % und mehr) Geringe Nebenkosten (unter 8 %)
Wohndauer Kurze Wohndauer (unter 10 Jahre) Lange Wohndauer (über 15 Jahre)
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Hier ein Beispiel, wann sich Kaufen mehr lohnt (Kaufpreis: 400.000 €, Eigenkapital: 100.000 €, Kaltmiete: 1.000 €):

Mieten oder Kaufen Rechner: Wann lohnt sich was?

Der häufigste Denkfehler

Die meisten Mieten-oder-Kaufen-Vergleiche hinken, weil sie den Mieter so behandeln, als würde er sein Geld auf dem Girokonto liegen lassen. Ein fairer Vergleich funktioniert nur, wenn Mieter und Käufer monatlich gleich viel Geld für das Wohnen ausgeben.

Was der Käufer an Kreditrate, Instandhaltung und Rücklagen zahlt, investiert der Mieter. Er zahlt seine Miete und legt die Differenz zur Käufer-Monatsrate am Kapitalmarkt an. Nur so entsteht ein fairer Vermögensvergleich.

Genau das bildet dieser Rechner ab.

Vorsicht beim frühen Verkauf

Ein Verkauf nach wenigen Jahren ist fast immer ein Verlustgeschäft. Kaufnebenkosten von 10 % und mehr müssen erst wieder aufgeholt werden, bevor du überhaupt bei null bist. Dazu kommt die Vorfälligkeitsentschädigung der Bank bei vorzeitiger Kreditablösung.

Die 10-Jahres-Regel: Kaufe nur, wenn du mindestens 10, besser 15 Jahre in der Immobilie bleiben wirst. Im Rechner siehst du deutlich, ab welchem Zeitpunkt die Kauf-Variante die Miet-Variante überholen kann. In den ersten Jahren liegt Mieten praktisch immer vorne.

Mehr als Zahlen: Es ist eine Lifestyle-Entscheidung

Der Rechner zeigt dir die finanzielle Seite. Die Entscheidung zwischen Mieten und Kaufen ist weit mehr als eine Tabellenkalkulation. Es geht um die Frage, wie du in den nächsten 10, 20 oder 30 Jahren leben willst.

Wer kauft, bindet sich an einen Ort, einen Grundriss, eine Nachbarschaft. Diese Bindung kann Stabilität bedeuten, wenn das Leben planbar ist: fester Job, stabile Partnerschaft, Kinder in der Schule. Sie kann zum Problem werden, wenn sich die Lebensumstände ändern. Ein Jobwechsel in eine andere Stadt, eine Trennung, gesundheitliche Veränderungen: All das wird mit Wohneigentum komplizierter und teurer.

Der psychologische Faktor

Viele Käufer berichten von einem Gefühl der Sicherheit, das kein Mietvertrag bieten kann. Keine Eigenbedarfskündigung, keine Mieterhöhung, volle Gestaltungsfreiheit. Dieses Gefühl hat einen realen Wert, auch wenn er in keiner Berechnung auftaucht.

Auf der anderen Seite steht der finanzielle Druck: Die monatliche Kreditrate muss über Jahrzehnte bedient werden, unabhängig davon, wie sich dein Einkommen entwickelt. Unerwartete Reparaturen wie eine neue Heizung (15.000 bis 30.000 €) oder eine Dachsanierung (20.000 bis 50.000 €) können das Budget erheblich belasten. Als Mieter trägst du dieses Risiko nicht.

Ehrliche Selbsteinschätzung: Wer Stabilität und Kontrolle braucht, für den kann Wohneigentum der richtige Weg sein. Wer flexibel, reiselustig oder beruflich mobil ist, macht Mieten zur Stärke und investiert die Differenz konsequent.

Immobilie als Altersvorsorge: Sicherheit oder Klumpenrisiko?

Im Alter mietfrei wohnen klingt überzeugend. Eine abbezahlte Immobilie ist ein echter Vorteil im Ruhestand: keine Miete, keine Mieterhöhungen, niedrigere laufende Kosten. Für viele ist das der Hauptgrund für den Kauf.

Die Immobilie als einzige Säule der Altersvorsorge birgt aber ein erhebliches Risiko: Das gesamte Vermögen steckt in einem einzigen Objekt, an einem einzigen Standort. Wenn die Region an Attraktivität verliert, der Sanierungsbedarf steigt oder ein Umzug aus gesundheitlichen Gründen notwendig wird, sitzt du auf einer Immobilie, die sich vielleicht nicht zum gewünschten Preis verkaufen lässt.

Der diversifizierte Ansatz

Ein weltweit gestreutes ETF-Portfolio verteilt dein Vermögen auf über 1.000 Unternehmen in dutzenden Ländern. Diese Streuung ist beim Eigenheim physisch nicht möglich. Im Ruhestand bietet das ETF-Portfolio außerdem maximale Flexibilität: monatliche Entnahmen, kein Hausverkauf nötig bei einem Umzug, keine Instandhaltungskosten.

Die beste Strategie kombiniert beides: Eine selbst genutzte Immobilie als Wohnsicherheit und ein ETF-Depot als flexibler Vermögensbaustein. Wer sich nur auf die Immobilie verlässt, geht ein Konzentrationsrisiko ein. Wer nur aufs Depot setzt, braucht die Disziplin, in jeder Marktsituation investiert zu bleiben.

Häufige Fragen zu Mieten oder Kaufen (FAQ)

Die wichtigsten Antworten rund um die Entscheidung zwischen Eigenheim und Mietwohnung.

Nein. Das ist einer der hartnäckigsten Finanz-Mythen. Als Mieter bezahlst du für Wohnraum, ohne Kapital zu binden, ohne Instandhaltungsrisiko und mit voller Flexibilität. Entscheidend ist, was du mit dem nicht gebundenen Geld machst. Wer es klug investiert, baut oft sogar mehr Vermögen auf als ein Käufer.

Ein weltweit gestreuter Aktien-ETF auf den MSCI World oder FTSE All-World erzielte historisch im Durchschnitt rund 7 % Rendite jährlich. Das ist über Zeiträume von 15 Jahren und mehr ein gut belegter Wert. Keine Garantie für die Zukunft, aber die historische Datenlage ist robust. Für konservativere Anlagen wie Festgeld oder Anleihen sind 2 bis 3 % realistischer. Das dient als Rechenbeispiel, nicht als Anlageempfehlung.

Beim Immobilienkauf zahlst du zusätzlich zum Kaufpreis: Grunderwerbsteuer je nach Bundesland 3,5 bis 6,5 %, Notar- und Grundbuchkosten von ca. 1,5 % sowie ggf. Maklerprovision bis zu 3,57 %. Zusammen sind das oft 10 % oder mehr des Kaufpreises.

Dieses Geld ist sofort weg. Bei 400.000 € Kaufpreis sind das 40.000 €, die du erst durch Wertsteigerung wieder aufholen musst, bevor du überhaupt bei null bist.

Sie zeigt dir die Kipppunkte: Bei welcher Kaltmiete, welcher Rendite, welchem Kaufpreis oder welchem Kreditzins schlägt das Ergebnis von “Mieten lohnt sich” zu “Kaufen lohnt sich” um.

Beispiel: Der Rechner zeigt dir, dass Kaufen sich mehr lohnt, wenn die Kaltmiete mindestens 1.300 € beträgt. Liegt deine tatsächliche Miete über diesem Wert, wird Kaufen finanziell attraktiver. So siehst du, wie sensibel das Ergebnis auf einzelne Stellschrauben reagiert.

Als absolute Untergrenze solltest du die Kaufnebenkosten von ca. 10 % aus eigener Tasche zahlen können. Besser sind 20 bis 30 % des Kaufpreises. Je mehr Eigenkapital du mitbringst, desto günstiger der Zinssatz und desto niedriger die monatliche Belastung.

Wichtig: Dein Notgroschen von 3 bis 6 Monatsgehältern gehört nicht ins Eigenkapital. Gerade als frischer Immobilienbesitzer brauchst du eine Reserve für unvorhergesehene Ausgaben.

Ja, indirekt. Die Mietsteigerung (voreingestellt 2,2 % jährlich) bildet die allgemeine Preisentwicklung ab. Auch Instandhaltungskosten steigen gemäß Inflation um 2 % jährlich. Da beide Szenarien zum gleichen Zeitpunkt verglichen werden, ist der Vergleich inflationsbereinigt aussagekräftig. Für eine direkte Inflationsberechnung nutze den Inflationsrechner.

Nach Ablauf der Zinsbindung, zum Beispiel nach 10 Jahren, muss der Kredit zu neuen Konditionen weiterfinanziert werden. Der Rechner berücksichtigt das mit einem separaten Feld für den Kreditzins der restlichen Laufzeit. Liegt der neue Zinssatz höher als der ursprüngliche, steigt die monatliche Rate. In Zeiten steigender Zinsen ist das ein erhebliches Risiko. Wer auf Planungssicherheit Wert legt, wählt eine längere Zinsbindung von 15 Jahren. Der Zinssatz ist dann etwas höher, dafür ist man länger abgesichert.

Market-Timing funktioniert bei Immobilien genauso wenig wie bei Aktien. Niemand kann zuverlässig vorhersagen, ob und wann die Preise sinken. Konzentriere dich auf die Fragen, die du kontrollieren kannst: Passt die Immobilie zu deinem Leben? Ist der Kaufpreis im Verhältnis zur Miete fair? Kannst du die Finanzierung langfristig tragen? Nutze den Rechner, um verschiedene Kaufpreis-Szenarien durchzuspielen und herauszufinden, bis zu welchem Preis ein Kauf für dich sinnvoll wäre.

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