Brutto-Netto-Rechner 2026: Was bleibt netto von deinem Brutto?

4.000 € brutto klingen gut, aber auf deinem Konto landen nur rund 2.600 €.

Steuerklasse, Sozialabgaben, Kirchensteuer: Dieser Rechner zeigt dir in Sekunden, was wirklich bei dir ankommt.

Berechne dein exaktes Nettogehalt mit allen aktuellen Beitragssätzen, dem offiziellen Lohnsteuer-Programmablaufplan (PAP) des Bundesfinanzministeriums und individuellen Einstellungen.

Brutto-Netto-Rechner 2026 - Gehaltsrechner
Gehaltseingabe
Sozialversicherungen
Kirchensteuerpflicht
Gesetzliche Rentenversicherung
Arbeitslosenversicherung
Gesetzliche Krankenversicherung
Dein Nettogehalt
3.552,20 €
Bruttogehalt
5.833,00 €
Sozialversicherung
1.214,63 €
Lohnsteuer
978,17 €
Kirchensteuer
88,04 €
Abzüge vom Bruttogehalt
Nettogehalt
Krankenvers.
Rentenvers.
Lohnsteuer
Pflegevers.
Arbeitslosenvers.
Soli/Kirche
Detaillierte Aufschlüsselung
Bruttogehalt 5.833,00 €
Rentenversicherung (9,3 %) 542,47 €
Arbeitslosenversicherung (1,3 %) 75,83 €
Krankenversicherung (7,3 %) 525,07 €
Pflegeversicherung (2,40 %) 122,59 €
Sozialabgaben gesamt 1.265,96 €
Lohnsteuer 978,17 €
Solidaritätszuschlag 0,00 €
Kirchensteuer 88,04 €
Steuern gesamt 1.066,21 €
Nettogehalt 3.500,83 €

ℹ️ Disclaimer: Dieser Rechner dient zur Orientierung und ersetzt keine professionelle Steuerberatung. Die Berechnung basiert auf dem offiziellen PAP des BMF. Individuelle Faktoren (Freibeträge, vermögenswirksame Leistungen, betriebliche Altersvorsorge, geldwerte Vorteile etc.) können zu Abweichungen führen. [→ Vollständige rechtliche Hinweise]

So funktioniert der Brutto-Netto-Rechner

Der Rechner berechnet dein Nettogehalt auf Basis des offiziellen Lohnsteuer-Programmablaufplans (PAP) des Bundesministeriums der Finanzen. Das ist exakt die gleiche Berechnungslogik, die auch dein Arbeitgeber verwendet.

Beispiel:

Bruttogehalt: 4.000 € monatlich, Bundesland Bayern, Steuerklasse 1, keine Kinder, gesetzlich krankenversichert (Zusatzbeitrag: 2,9 %), keine Kirchensteuer

Ergebnis: ca. 2.605 € netto pro Monat

Abzüge: 870 € Sozialversicherung + ca. 524 € Lohnsteuer = rund 1.394 € Abzüge (34,9 %)

Vier Schritte bis zum Ergebnis:

  1. Bruttogehalt eingeben: Monats- oder Jahresgehalt, der Rechner rechnet automatisch um.
  2. Persönliche Daten: Bundesland, Steuerklasse, Kinderfreibetrag und Geburtsjahr.
  3. Sozialversicherungen: Kirchensteuer, Krankenversicherung (GKV/PKV), Renten- und Arbeitslosenversicherung.
  4. Ergebnis ablesen: Nettogehalt, detaillierte Aufschlüsselung aller Abzüge und ein interaktives Diagramm.
Brutto-Netto-Rechner: Wohin fließt mein Geld?

Die 6 Steuerklassen im Überblick

Deine Steuerklasse bestimmt maßgeblich, wie viel Lohnsteuer monatlich einbehalten wird. Die endgültige Steuerlast ergibt sich erst mit der Steuererklärung, aber die Steuerklasse bestimmt deinen monatlichen Nettolohn.

Klasse Für wen? Typische Situation
1 Ledige, Geschiedene, Verwitwete Standard für Singles ohne Kinder
2 Alleinerziehende Höherer Entlastungsbetrag (4.260 €)
3 Verheiratete (Besserverdienende/r) Partner/in hat Klasse 5, maximales Netto
4 Verheiratete (ähnliches Einkommen) Beide verdienen etwa gleich viel
5 Verheiratete (Geringerverdienende/r) Partner/in hat Klasse 3, niedriges Netto
6 Zweit- und Nebenjobs Höchste Abzüge, keine Freibeträge
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Tipp: Seit 2025 wird die Steuerklassenkombination 3/5 schrittweise durch das Faktorverfahren (4/4 mit Faktor) ersetzt. Nutze den Rechner, um beide Varianten durchzuspielen.

Steuertarif 2026: Die 5 Progressionszonen

In Deutschland steigt der Steuersatz mit dem Einkommen. Das bedeutet nicht, dass dein gesamtes Einkommen mit dem höchsten Satz besteuert wird, sondern nur der jeweilige Anteil innerhalb der Zone. Dieses System nennt sich Steuerprogression.

Zone Zu versteuerndes Einkommen (jährlich) Steuersatz
1 0 € bis 12.348 € 0 % (Grundfreibetrag)
2 12.349 € bis 17.005 € 14 % bis ca. 24 % (linear steigend)
3 17.006 € bis 66.760 € ca. 24 % bis ca. 42 % (linear steigend)
4 66.761 € bis 277.825 € 42 % (Spitzensteuersatz)
5 ab 277.826 € 45 % (Reichensteuersatz)
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Wer 70.000 € brutto verdient, zahlt nicht 42 % auf alles. Die ersten 12.348 € bleiben steuerfrei, der Anteil bis 17.005 € wird mit 14 bis 24 % besteuert, und so weiter. Nur der Teil ab 66.761 € wird mit 42 % belastet. Der tatsächliche Durchschnittssteuersatz liegt bei diesem Einkommen bei rund 26 %.

Sozialabgaben 2026: Was wird abgezogen?

Neben der Lohnsteuer sind die Sozialversicherungsbeiträge der größte Posten auf deiner Gehaltsabrechnung. Du und dein Arbeitgeber teilen sich die Beiträge jeweils zur Hälfte. Hier siehst du nur deinen Arbeitnehmeranteil.

Krankenversicherung

7,3 % (AN-Anteil) + individueller Zusatzbeitrag deiner Krankenkasse (Ø 2,9 % in 2026, davon 1,45 % AN)

Rentenversicherung

9,3 % (AN-Anteil). Beitragsbemessungsgrenze: 8.450 € /Monat (einheitlich seit 2026)

Pflegeversicherung

1,8 % (AN-Anteil). Zuschlag von 0,6 % für Kinderlose ab 23 Jahren. Abschlag ab dem 2. Kind

Arbeitslosenversicherung

1,3 % (AN-Anteil). Gleiche Beitragsbemessungsgrenze wie die Rentenversicherung

5 Wege, dein Nettogehalt zu optimieren

Dein Bruttogehalt ist nicht der einzige Hebel. Mit diesen Strategien holst du mehr aus deinem Gehalt heraus:

  1. Freibeträge eintragen: Fahrtkosten, doppelte Haushaltsführung oder hohe Werbungskosten? Trag einen Freibetrag beim Finanzamt ein und erhöhe dein monatliches Netto sofort.
  2. Betriebliche Altersvorsorge: Durch Entgeltumwandlung sparst du Steuern und Sozialabgaben. Dein Arbeitgeber muss 15 % Zuschuss geben. Prüfe aber den Nettoeffekt im Rentenalter.
  3. Sachbezüge nutzen: Bis 50 € monatlich steuerfrei: Tankgutscheine, Jobticket, Essensmarken oder Urban Sports Club. Verhandle Sachbezüge statt Gehaltserhöhung.
  4. Steuerklasse prüfen: Verheiratet? Die richtige Kombination (3/5 vs. 4/4) kann monatlich mehrere hundert Euro Unterschied machen. Optimal für Elterngeldbezug.
  5. Steuererklärung machen: Durchschnittlich 1.095 € Erstattung. Homeoffice-Pauschale, Werbungskosten, Sonderausgaben: Wer keine Erklärung abgibt, verschenkt Geld.
Häufige Fragen zum Brutto-Netto-Rechner (FAQ)

Du hast noch offene Fragen zur Berechnung deines Netto-Gehalts? Hier findest du die wichtigsten Antworten und Fakten im Überblick.

Die Lohnsteuerberechnung basiert auf dem offiziellen Programmablaufplan (PAP) des Bundesministeriums der Finanzen. Das ist die exakt gleiche Berechnungslogik, die auch dein Arbeitgeber und das Finanzamt verwenden. Abweichungen können durch individuelle Faktoren entstehen, z. B. vermögenswirksame Leistungen, betriebliche Altersvorsorge, Freibeträge auf der Lohnsteuerkarte oder geldwerte Vorteile. Der Rechner liefert eine sehr gute Annäherung an dein tatsächliches Nettogehalt.

Bruttogehalt ist dein vereinbartes Gehalt vor Abzügen. Es steht im Arbeitsvertrag. Nettogehalt ist der Betrag, der tatsächlich auf deinem Konto landet, nachdem Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, ggf. Kirchensteuer und Sozialversicherungsbeiträge abgezogen wurden. Bei einem typischen Angestellten in Steuerklasse 1 ohne Kinder liegt das Netto bei etwa 60 bis 70 % des Bruttos, je nach Höhe des Gehalts.

Als Single bist du automatisch in Steuerklasse 1. Alleinerziehende erhalten Klasse 2 mit einem zusätzlichen Entlastungsbetrag. Verheiratete können zwischen 3/5 und 4/4 wählen. Faustregeln: Verdient ein Partner deutlich mehr, lohnt sich 3/5 für höheres monatliches Netto. Verdienen beide ähnlich, ist 4/4 fairer. Wichtig: Die Steuerklasse beeinflusst nur die monatliche Vorauszahlung, nicht die endgültige Steuerlast. Die wird mit der Steuererklärung ausgeglichen.

Seit 2021 entfällt der Solidaritätszuschlag für rund 90 % der Steuerzahler. Er beträgt 5,5 % der Lohnsteuer, wird aber erst ab einer bestimmten Freigrenze erhoben. Für Singles (Steuerklasse 1) greift der Soli erst ab einem Bruttogehalt von ca. 6.500 € monatlich. Bei Verheirateten in Steuerklasse 3 liegt die Grenze deutlich höher. Im Rechner wird der Soli automatisch korrekt berechnet.

In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) richtet sich dein Beitrag nach deinem Einkommen (prozentual). In der privaten Krankenversicherung (PKV) zahlst du einen festen monatlichen Beitrag unabhängig vom Einkommen. Bei hohem Gehalt kann die PKV günstiger sein, bei niedrigem Gehalt die GKV. Der Rechner berechnet beide Varianten korrekt. Wähle einfach GKV oder PKV aus und gib bei der PKV deinen monatlichen Beitrag ein.

Seit 2023 gibt es ein gestaffeltes System: Kinderlose ab 23 Jahren zahlen einen Zuschlag von 0,6 %. Ab dem zweiten Kind gibt es einen Abschlag von 0,25 % pro Kind (bis maximal 5 Kinder). Das Bundesverfassungsgericht hatte 2022 entschieden, dass Eltern mit mehreren Kindern entlastet werden müssen, da sie stärker zur Finanzierung der Pflegeversicherung beitragen. Im Rechner wird das über Geburtsjahr und Kinderfreibetrag automatisch berücksichtigt.

Die wichtigsten Änderungen für 2026: Der Grundfreibetrag steigt auf 12.348 € (von 12.096 € in 2025). Die Beitragsbemessungsgrenze Rente/AV wird auf 8.450 € monatlich vereinheitlicht (West und Ost gleich). Die BBG Kranken-/Pflegeversicherung steigt auf 5.812,50 € monatlich. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag der Krankenkassen steigt voraussichtlich auf ca. 2,9 %. Diese Werte sind im Rechner bereits hinterlegt.

Ja. Wechsle oben im Rechner zwischen Monat und Jahr. Bei Jahresansicht gibst du dein Jahresbruttogehalt ein und erhältst das Jahresnetto. Das ist besonders praktisch für Gehaltsverhandlungen oder wenn du ein Jahresgehalt im Vertrag stehen hast und wissen willst, was monatlich übrig bleibt.

Du kennst jetzt dein Netto. Was machst du damit?

Option 1: Selbst handeln

  • Nutze den Sparplanrechner und berechne, sich regelmäßiges Investieren auf dein Vermögen auswirkt

Option 2: Professionelle Hilfe

  • Im Erstgespräch schauen wir uns deine aktuelle Situation an
  • Ich zeige dir, welche Strategie zu dir passt
  • Kostenloses Erstgespräch vereinbaren

Die Tools zeigen dir die Zahlen. Ich helfe dir, einen Plan daraus zu machen.

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