Alters­vorsorge­depot-Rechner: Wie viel bringt dir die staatliche Förderung?

Ab 2027 ersetzt das Altersvorsorgedepot die Riester-Rente. Der Staat zahlt dir bis zu 540 € Grundzulage pro Jahr direkt in dein Depot, zusätzlich 300 € pro Kind. Dieser Rechner zeigt dir, wie viel aus deinen Einzahlungen wird, wenn du die staatliche Förderung vollständig nutzt.

Kostenlos, ohne Anmeldung, dauert 30 Sekunden.

Altersvorsorgedepot-Rechner
Berechne deine staatlichen Zulagen, steuerlichen Vorteile und das prognostizierte Endkapital
Neues Fördermodell ab 01.01.2027 (Bundesrat-Beschluss 08.05.2026)
Deine Angaben
Historisch: MSCI World ca. 7 %
Prognostiziertes Endkapital mit 67
Mit staatlicher Förderung & Zinseszins
Gesamtzulage / Jahr
Steuervorteil / Jahr
Laufzeit
Eigenbeitrag gesamt
Förderung im Detail
Eigenbeitrag / Jahr
Grundzulage (50 % auf erste 360 €)
Grundzulage (25 % auf weitere 1.440 €)
Gesamte Grundzulage
Kinderzulage (je 300 € / Kind)
Berufseinsteiger-Bonus (einmalig)
Gesamte staatliche Förderung / Jahr
Effektiver Depot-Beitrag / Jahr
Geschätzter Steuervorteil / Jahr
Effektiver Eigenaufwand / Monat
Hinweis zur Günstigerprüfung

Das Finanzamt prüft automatisch, ob direkte Zulagen oder Sonderausgabenabzug vorteilhafter ist. Der Steuervorteil wird nur gewährt, soweit er die Zulagen übersteigt.

Kapitalentwicklung über die Laufzeit
Gesamtkapital (mit Förderung)
Eigenbeiträge kumuliert
Staatliche Zulagen kumuliert
Vergleich: Mit vs. ohne Förderung
Endkapital MIT Förderung
Endkapital OHNE Förderung (gleicher Eigenbeitrag)
Vorteil durch staatliche Förderung
Monatl. Auszahlungsplan (bis 85, 4 % Entnahme)
Dein nächster Schritt
Du siehst dein Potenzial. Jetzt geht es um die Umsetzung.
Mit 150 € monatlich und staatlicher Förderung erreichst du bis 67 ein prognostiziertes Kapital von . Welcher Anbieter passt zu dir? Wie kombinierst du das Altersvorsorgedepot mit deiner gesetzlichen Rente? Im kostenlosen Erstgespräch klären wir das gemeinsam.

ℹ️ Disclaimer: Dieser Rechner zeigt Prognosewerte auf Basis der beschlossenen Förderparameter (Stand: Bundesrat-Beschluss 08.05.2026). Rendite ist nicht garantiert. Steuerliche Angaben basieren auf Schätzungen. Die tatsächliche Steuerersparnis hängt von deiner Gesamtsituation ab. Für eine persönliche Berechnung empfehle ich ein Gespräch. [→ Vollständige rechtliche Hinweise]

Du siehst die Zahlen. Jetzt kommt die Umsetzung.

Damit du weißt, wie du das Altersvorsorgedepot ab 2027 konkret einrichtest, habe ich dir eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zusammengestellt.

  • Welche Anbieter das Altersvorsorgedepot anbieten werden (und worauf du achten musst)

  • Wie du die staatliche Zulage korrekt beantragst

  • Welche ETFs für das Altersvorsorgedepot zulässig sind

  • Die 3 häufigsten Fehler beim Start

Wie funktioniert das Altersvorsorgedepot?

Das Altersvorsorgedepot startet am 1. Januar 2027 und ersetzt die Riester-Rente. Der entscheidende Unterschied zum alten System ist die Einfachheit der Förderung. Du zahlst einen Eigenbeitrag, der Staat legt einen festen Prozentsatz obendrauf, direkt ins Depot, ohne Antragsformulare. Kein Mindesteinkommen, keine komplizierten Prozentsätze vom Vorjahreseinkommen.

Die Förderung läuft gestaffelt. Auf deine ersten 360 € Eigenbeitrag pro Jahr bekommst du 50 % dazu, also bis zu 180 €. Auf alles darüber, bis maximal 1.800 € Eigenbeitrag, kommen 25 % Zulage, also bis zu 360 €. Wer also 150 € pro Monat (1.800 € im Jahr) einzahlt, bekommt 540 € staatliche Grundzulage obendrauf.


Grundzulage

bis zu 540 € / Jahr

50 % auf die ersten 360 €, 25 % auf die nächsten 1.440 €. Maximaler Eigenbeitrag für volle Förderung: 1.800 € / Jahr.


Kinderzulage

300 € je Kind / Jahr

Für jedes Kind, für das du Kindergeld bekommst. Erreichbar bereits bei 300 € Eigenbeitrag pro Kind pro Jahr.


Berufseinsteiger-Bonus

200 € einmalig

Wer einen Vertrag vor dem 25. Geburtstag abschließt, bekommt einmalig 200 € extra. Lohnt sich besonders früh.


Steuerlicher Vorteil

Günstigerprüfung

Das Finanzamt prüft automatisch, ob Zulagen oder Sonderausgabenabzug für dich günstiger ist. Für Gutverdiener lohnt sich der Abzug zusätzlich.

Was du beim Altersvorsorgedepot wissen musst

Ich schaue mir das neue System genau an, seit der Gesetzentwurf im Dezember 2025 veröffentlicht wurde. Das Altersvorsorgedepot ist strukturell besser als Riester, weil die Förderung transparent und berechenbar ist. Bei Riester haben viele Menschen nie die volle Zulage bekommen, oft ohne es zu merken, weil die Mindestbeitragsberechnung zu kompliziert war.

Beim Altersvorsorgedepot ist das anders. Du weißt vorher genau, was du einzahlen musst, um die volle Grundzulage zu erhalten: 1.800 € im Jahr, also 150 € im Monat. Mehr brauchst du nicht, um die staatliche Förderung vollständig auszuschöpfen. Darüber hinaus einzahlen ist möglich, bis zu 6.840 € im Jahr, die zusätzlichen Beiträge werden dann steuerlich anders behandelt.

Ein weiterer Vorteil gegenüber klassischen Riester-Produkten ist die Anlagefreiheit. Du kannst in ETFs investieren, mit bis zu 100 % Aktienquote. Kein teurer Versicherungsmantel, kein garantierter Kapitalerhalt, der die Rendite drückt. Das kostet zwar die Garantie, gibt dir aber Zugang zu deutlich höheren Renditechancen über lange Zeiträume.

Was ich dir trotzdem sagen muss: Das Geld ist bis zum Renteneintritt gebunden. Eine vorzeitige Auszahlung ist grundsätzlich nicht vorgesehen, und bei Auszahlung werden die geförderten Anteile vollständig mit deinem dann gültigen Einkommensteuersatz versteuert. Das ist kein Nachteil, sondern ein Kompromiss, den du eingehst, wenn du die staatliche Förderung in Anspruch nimmst.

Häufige Fragen zum Altersvorsorgedepot (FAQ)

Für die meisten Menschen ja. Ein normales ETF-Depot ist zwar günstiger in den Kosten, 0,1 bis 0,2 % beim Neobroker gegenüber maximal 1 % beim Standarddepot, aber es hat keine staatliche Förderung. Die 540 € Grundzulage pro Jahr plus steuerlicher Vorteil überwiegen in den meisten Fällen den Kostennachteil deutlich. Besonders für Familien mit Kindern ist die Rechnung eindeutig.

Ja, das ist möglich. Du kannst deinen bestehenden Riester-Vertrag auf ein Altersvorsorgedepot übertragen, dann gelten die neuen Konditionen. Ein Wechsel kann allerdings Kosten verursachen, und das bereits geförderte Altersvorsorgevermögen kann im Jahr der Übertragung nicht erneut gefördert werden. Ob sich der Wechsel lohnt, hängt stark vom konkreten Vertrag ab, den du hast.

Ja, das ist einer der wichtigsten Unterschiede zur Riester-Rente. Das Altersvorsorgedepot steht erstmals auch Selbstständigen und Freiberuflern offen, nicht mehr nur Angestellten und Beamten. Das erweitert den Kreis der Förderberechtigten erheblich.

Der geförderte Anteil (Eigenbeiträge bis 1.800 € plus Zulagen) wird im Alter vollständig mit deinem dann gültigen persönlichen Einkommensteuersatz besteuert. Für zusätzliche Einzahlungen über 1.800 € gilt eine günstigere Besteuerung, entweder die Ertragsanteilsbesteuerung bei Auszahlungsplan oder das Halbeinkünfteverfahren bei Einmalauszahlung nach mindestens 12 Jahren. Da Rentnerinnen und Rentner in der Regel einen niedrigeren Steuersatz haben als im Berufsleben, ist die nachgelagerte Besteuerung für viele vorteilhaft.

Das Depot ist grundsätzlich vererbbar. Allerdings müssen die erhaltenen staatlichen Zulagen und Steuervorteile dann an den Fiskus zurückgezahlt werden. Eine Ausnahme gilt, wenn das Guthaben auf den eigenen Altersvorsorgevertrag des überlebenden Ehepartners übertragen wird, dann bleibt die Förderung erhalten.

Für global diversifizierte Aktien-ETFs wie den MSCI World gelten historisch 7 % p.a. vor Inflation als realistische Annahme. Wer vorsichtiger rechnen möchte, nimmt 5 %. Das sind Durchschnittswerte über lange Zeiträume, keine Garantien. Kurzfristig kann die tatsächliche Rendite erheblich abweichen.

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