Rentenlücken­rechner: Wie groß ist deine Rentenlücke bei 3.200 € Netto-Einkommen?

Beispiel: Laura, 32, Angestellte, 3.200 € netto.

Erwartete gesetzliche Rente: 1.850 € brutto → 1.420 € netto (nach Steuern/Abgaben)

Benötigtes Einkommen (80 % von 3.200 €): 2.560 €

Rentenlücke: 1.140 € pro Monat

Um diese zu schließen, müsste Laura ab heute 485 € monatlich in einen ETF-Sparplan investieren (7 % Rendite angenommen).

Dein Ergebnis wird anders aussehen. Berechne es jetzt:

Rentenlückenrechner
Ermittle deinen präzisen Vorsorgebedarf für den Ruhestand
Eingaben
30
67
3.000 €
80 %
2.0 %
2.000 €
1.5 %
16.5 %
7.3 %
1.25 %
3.6 %
12.096 €
100
0 €
7.0 %
5.0 %
26.375 %
Rentenlücke über die Zeit
Erwartete gesetzliche Brutto-Rente mit Rentensteigerung
0 €
Erwartete gesetzliche Netto-Rente mit Rentensteigerung
0 €
Jährliches zu versteuerndes Einkommen
0 €
Rentenlücke
0 €
Der zu kompensierende monatliche Betrag zur Rente
Benötigte Netto-Rente
0 €
Mit gleicher Kaufkraft

ℹ️ Disclaimer: Dieser Rechner arbeitet mit Schätzungen zu Rentenniveau, Inflation und Renditen. Die tatsächliche Rentenlücke kann abweichen. Hole dir deine aktuelle Rentenauskunft (www.deutsche-rentenversicherung.de) und lass dich professionell beraten. [→ Vollständige rechtliche Hinweise]

Was dein Ergebnis bedeutet

Wenn deine Rentenlücke unter 300 € liegt

Du bist auf einem guten Weg. Eine kleine Rentenlücke lässt sich mit überschaubaren Sparraten schließen. Beispiel: Bei 250 € Lücke reichen oft 100-150 € monatliche Sparrate (abhängig vom zeitlichen Horizont).

Handlungsoptionen:

Wenn deine Rentenlücke zwischen 300-700 € liegt

Das ist der Normalfall für die meisten Angestellten. Eine Rentenlücke in diesem Bereich erfordert konsequente private Vorsorge, ist aber absolut machbar.

Handlungsoptionen:

  • ETF-Sparplan mit 200-350 € monatlich
  • Kombination aus mehreren Vorsorgeprodukten
  • Betriebliche Altersvorsorge + privater ETF-Sparplan

Beispiel: 500 € Rentenlücke schließen über 30 Jahre

Benötigte Sparrate: ca. 250 € monatlich (bei 7 % Rendite)

Wenn deine Rentenlücke über 700 € liegt

Eine große Rentenlücke entsteht meist bei hohem Einkommen oder geringen Rentenansprüchen. Hier ist professionelle Beratung sinnvoll, um eine realistische Strategie zu entwickeln.

Handlungsoptionen:

  • Professionelle Finanzberatung (ich helfe dir gerne)
  • Mehrschichtige Vorsorgestrategie
  • Alternative Einkommensquellen im Alter aufbauen

Wichtig: Eine Rentenlücke von 1.000 € ist nicht unrealistisch, erfordert aber oft 450-550 € monatliche Sparrate. Das ist für die wenigsten sofort umsetzbar.

Die Sparrate erscheint dir zu hoch?

Das ist völlig normal. Niemand hat sofort 400-500 € übrig. Es gibt Alternativen:

1. Schrittweise steigern

Starte mit 100 €, erhöhe jährlich um 50 €. Nach 5 Jahren sparst du 350 € monatlich.

2. Renteneintrittsalter anpassen

1 Jahr länger arbeiten (bis 68 statt 67) reduziert die nötige Sparrate um ca. 15-20 %.

3. Ansprüche realistisch anpassen

Nicht 80 %, sondern 70 % vom Nettoeinkommen im Alter. Das reduziert die Rentenlücke deutlich.

4. Einmalzahlungen nutzen

Steuerrückerstattung, Weihnachtsgeld, Boni in die Altersvorsorge stecken.

Beispiel: 250 € monatlich + 3.000 € jährlich (Weihnachtsgeld) = entspricht 500 € monatlicher Sparrate

So funktioniert der Rentenlückenrechner

Der Rechner führt dich in wenigen Schritten zu deiner persönlichen Rentenlücke. Er berücksichtigt dabei nicht nur deine erwartete Rente, sondern auch Faktoren wie Inflation und Steuern.

Gib dazu folgende Daten ein:

  • Deine persönlichen Daten: Dein heutiges Alter, dein Renteneintrittsalter.

  • Dein Einkommen & Rentenwunsch: Aktuelles monatliches Nettoeinkommen, Gewünschtes Renteneinkommen (%), Erwartete gesetzliche Brutto-Rente (€).

  • Wirtschaftliche Annahmen: Erwartete jährliche Inflationsrate, Erwartete Rentensteigerung (%).

  • Sozialabgaben & Steuern: Aktueller Rentenfreibetrag (%), Krankenversicherung (%), Zusatzbeitrag Krankenversicherung (%), Pflegeversicherung (%), Aktueller jährlicher steuerlicher Grundfreibetrag (€).

  • Sparziele (Optional): Geschätzte Lebenserwartung, Verfügbares Eigenkapital (€), Erwartete jährliche Rendite bis zur Rente (%), Erwartete jährliche Rendite im Rentenalter abzüglich Inflation (%), Kapitalertragssteuer (%).

Der Rechner kalkuliert dann deine Rentenlücke und, falls gewünscht, die benötigte monatliche Sparrate.

Die Rentenlücke: Eine Gefahr für deinen Lebensstandard

Das Rentenniveau sinkt. Die Zahlen:

  • 1990: 55 % vom Durchschnittslohn
  • 2024: 48 % vom Durchschnittslohn
  • 2030: 48 % vom Durchschnittslohn (nach neuem Gesetz aus 2025)

Was heißt das konkret?

Wer heute 3.000 € netto verdient, bekommt später nicht 3.000 € Rente, sondern etwa 1.440 € netto (nach Steuern/Abgaben).

Aber: Deine Kosten im Alter sinken nicht um 50 %

Kosten, die bleiben oder steigen:

  • Miete/Hausnebenkosten: Bleiben gleich (oder steigen durch Inflation)
  • Lebensmittel: Bleiben gleich (oder steigen durch Inflation)
  • Krankenversicherung: Wird teurer (höhere Zuzahlungen im Alter)
  • Pflegekosten: Können enorm werden (2.000-4.000 € monatlich)

Kosten, die wegfallen:

  • Arbeitswegkosten (Pendeln, Benzin, Bahnticket)
  • Kinder (wenn ausgezogen und selbstständig)
  • Evtl. Kredite/Darlehen (wenn abbezahlt)

Realistisch: Du brauchst 70-85 % deines heutigen Nettoeinkommens im Alter.

Die Lücke zwischen gesetzlicher Rente und benötigtem Einkommen? Das ist deine Rentenlücke.

Und die musst du selbst schließen. Der Staat macht das nicht mehr.

Rentenlücke: Eine Gefahr für deinen Lebensstandard
Häufige Fragen zur Rente (FAQ)

Du hast noch offene Fragen zu dem Thema? Hier findest du die wichtigsten Antworten und Fakten im Überblick.

Beispiel: 3.000 € Netto-Einkommen heute

Erwartete gesetzliche Rente:

  • Brutto: 1.850 € (laut Renteninformation)
  • Minus Krankenversicherung (7,3 %): -135 €
  • Minus Zusatzbeitrag KV (1,25 %): -23 €
  • Minus Pflegeversicherung (3,6 %): -67 €
  • Minus Steuern (ca. 3-5 %): -70 €

= Netto: ca. 1.555 €

Du brauchst aber 80 % von 3.000 € = 2.400 €

Rentenlücke: 845 € monatlich

Das ist nicht ungewöhnlich. Die meisten Angestellten mit mittlerem Einkommen (2.500-4.000 € netto) haben Rentenlücken zwischen 600-1.200 € monatlich.

Hauptgründe:

  1. Sinkendes Rentenniveau (von 55 % auf unter 45 %)
  2. Unterschätzte Abzüge (Steuern + Sozialversicherung)
  3. Inflation (3.000 € heute ≠ 3.000 € in 30 Jahren)
  4. Fehlende private Vorsorge

Die 3 realistischen Wege:

1. ETF-Sparplan (für die meisten die beste Lösung)

  • Sparrate: 200-400 € monatlich (je nach Rentenlücke)
  • Erwartete Rendite: 6-7 % p.a. (langfristig, nach Inflation)
  • Vorteil: Flexibel, transparent, geringe Kosten (0,2-0,5 % p.a.)
  • Beispiel: 250 € über 30 Jahre = ca. 305.000 € (bei 7 % Rendite)

Empfohlene ETFs:

  • iShares Core MSCI World (ISIN: IE00B4L5Y983)
  • Vanguard FTSE All-World (ISIN: IE00B3RBWM25)

2. Betriebliche Altersvorsorge (bAV)

  • Arbeitgeberzuschuss nutzen (oft 15-20 %)
  • Steuervorteile durch Entgeltumwandlung
  • Vorteil: “Geschenktes Geld” vom Arbeitgeber
  • Nachteil: Weniger flexibel als ETF, Abzüge bei Auszahlung

Beispiel: 200 € Eigenanteil + 40 € Arbeitgeberzuschuss = 240 € Sparleistung

3. Riester-Rente (nur mit Zulagen sinnvoll)

  • Für Familien mit Kindern interessant (300 € Zulage pro Kind)
  • Staatliche Zulagen nutzen
  • Vorteil: Garantierte Auszahlung
  • Nachteil: Hohe Kosten (oft 1,5-2 % p.a.), geringe Rendite

Meine Empfehlung für Angestellte:

70 % ETF-Sparplan + 30 % betriebliche Altersvorsorge

Begründung: ETF für Rendite, bAV für Arbeitgeberzuschuss.

Die unschöne Wahrheit: Je früher, desto besser. Aber schauen wir uns die Zahlen an:

Szenario: 500 € Rentenlücke schließen (bei 7 % Rendite)

Start mit 25 Jahren (42 Jahre bis Rente):

  • Benötigte Sparrate: 135 € monatlich
  • Gesamteinzahlung: 68.000 €
  • Endkapital: ca. 310.000 €

Start mit 35 Jahren (32 Jahre bis Rente):

  • Benötigte Sparrate: 260 € monatlich
  • Gesamteinzahlung: 100.000 €
  • Endkapital: ca. 310.000 €

Start mit 45 Jahren (22 Jahre bis Rente):

  • Benötigte Sparrate: 530 € monatlich
  • Gesamteinzahlung: 140.000 €
  • Endkapital: ca. 310.000 €

Was heißt das?

10 Jahre später starten = doppelte Sparrate nötig.

Aber: Auch mit 40 oder 50 ist es nicht zu spät. Lieber mit 45 anfangen als mit 60.

Mein Tipp: Starte JETZT mit dem, was möglich ist. Auch 50 € monatlich sind besser als 0 €.

Du kennst jetzt deine Rentenlücke. Was jetzt?

Option 1: Selbst umsetzen

  • Broker wählen: Trade Republic, Scalable Capital oder ING (kostenlose ETF-Sparpläne ab 1 €)
  • ETF wählen: z.B. iShares Core MSCI World (IE00B4L5Y983) oder Vanguard FTSE All-World (IE00B3RBWM25)
  • Sparrate festlegen und Dauerauftrag einrichten
  • Mehr Infos im Sparplanrechner

Option 2: Professionelle Beratung

  • Im Erstgespräch klären wir deine aktuelle Situation
  • Du bekommst die optimale Vorsorgestrategie für deine Situation
  • Kostenloses Erstgespräch vereinbaren

Die Zahlen stehen. Jetzt geht’s um die Umsetzung.

Nach oben